23:21 18 Dezember 2017
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    Iran hält nach Laridschanis Rücktritt an seinem Atomprogramm fest

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    Der Rücktritt des iranischen Atom-Chefunterhändlers Ali Laridschani wird keine Auswirkungen auf die Position der Islamischen Republik im Atomstreit haben.

    TEHERAN, 20. Oktober (RIA Novosti). Der Rücktritt des iranischen Atom-Chefunterhändlers Ali Laridschani wird keine Auswirkungen auf die Position der Islamischen Republik im Atomstreit haben.

    Das sagte der iranische Regierungssprecher, Gholam Hossein Elham, am Samstag in Teheran. "Unsere Politik im Atombereich bleibt trotz Personalwechsels unveränderlich", betonte der Sprecher.

    Er räumte ein, dass Laridschani zusammen mit seinem Amtsnachfolger Said Dschalili an den bevorstehenden Verhandlungen mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana teilnehmen würde.

    Am heutigen Samstag wurde bekannt, dass Irans Sicherheitsratschef und Atom-Chefunterhändler Ali Laridschani sein Amt aufgegeben hat. Sein Nachfolger, ehemaliger Vizeaußenminister Said Dschalili, soll am kommenden Dienstag in Rom mit dem EU-Außenpolitiker Javier Solana zusammentreffen, um über eine Lösung des Atomstreits zwischen der UNO und Iran zu beraten.

    Die Vereinten Nationen befürchten, dass Iran heimlich an Atomwaffen baut, und fordern von Teheran den Verzicht auf die Urananreicherung. Der Weltsicherheitsrat verabschiedete bereits zwei Resolutionen, die Sanktionen gegen Iran beinhalteten. Trotzdem weigert sich die Regierung in Teheran, die Urananreicherung einzustellen. Als Mitglied des Atomwaffensperrvertrages habe Iran das Recht auf Urananreicherung zu friedlichen Zwecken, begründet Teheran seine ablehnende Haltung.

    Nach den ersten Verhandlungen zwischen Laridschani und Solana in diesem Sommer willigte Iran jedoch in eine engere Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) ein. Am 21. August vereinbarten Iran und die IAEO einen Zeitplan für die Klärung aller noch offenen Fragen zum Atomprogramm. Später bestätigte die IAEO, dass alle Fragen, die mit den iranischen Plutoniumexperimenten verbunden sind, bereits geklärt seien. Iran verpflichtete sich, alle noch offenen Fragen der IAEO bis Jahresende zu beantworten.

    Angesichts dessen haben die Sechser-Staaten (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland), die im Atomstreit mit Iran vermitteln, am 28. September beschlossen, die Entscheidung über neue Sanktionen gegen Iran auf November zu verschieben. Bevor sie eine neue UN-Resolution zum Iran konzipiert, will die Sechser-Gruppe entsprechende Berichte vom EU-Außenbeauftragten Javier Solana und IAEO-Generaldirektor Mohammed ElBaradei anhören.

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