22:42 17 Dezember 2017
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    IAEO erwartet Erfolg bei Atom-Gesprächen mit Iran

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    Der stellvertretende Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), Olli Heinonen, rechnet mit einem Fortschritt bei den beginnenden Verhandlungen mit Iran über dessen Urananreicherungs-Zentrifugen.

    TEHERAN, 29. Oktober (RIA Novosti). Der stellvertretende Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), Olli Heinonen, rechnet mit einem Fortschritt bei den beginnenden Verhandlungen mit Iran über dessen Urananreicherungs-Zentrifugen.

    Das sagte Heinonen am Montag nach seiner Ankunft in der iranischen Hauptstadt Teheran. Mit Irans Vizesicherheitsratschef Dschawad Waidi führt er eine abschließende Verhandlungsrunde über die Herkunft und den Betrieb der Zentrifugen Pi-1 und Pi-2. "Wir haben bereits Vieles getan, aber es steht uns noch große Arbeit bevor. Wir hoffen, sie zum Abschluss zu bringen", führte Heinonen aus.

    Die bisherigen Verhandlungsrunden fanden von 9. bis 11. und am 24. Oktober in der iranischen Hauptstadt statt, Details drangen bislang nicht in die Öffentlichkeit. Beide Seiten gaben jedoch an, mit den Gesprächen zufrieden zu sein.

    In der iranischen Atomanlage Natans sind gegenwärtig rund 3000 Zentrifugen im Einsatz. Die Führung in Teheran kündigte wiederholt an, in Natans 50 000 Zentrifugen aufzustellen, um auf ausländische Kernbrennstofflieferungen verzichten zu können.

    Die neuen iranischen Zentrifugen Pi-2 sind eine Weiterentwicklung der Pi-1-Zentrifugen. Sie sollen zuverlässiger im Betrieb und eine 90-prozentige Anreicherung des Urans ermöglichen, bei der der Gehalt des Isotopen Uran-235 für den Bau einer Atombombe ausreicht.

    Die Vereinten Nationen befürchten, dass Iran heimlich an Atomwaffen baut, und fordern von Teheran den Verzicht auf die Urananreicherung. Der Weltsicherheitsrat verabschiedete bereits zwei Resolutionen, die Sanktionen gegen Iran beinhalteten. Trotzdem weigert sich die iranische Regierung, die Urananreicherung einzustellen. Als Mitglied des Atomwaffensperrvertrages habe Iran das Recht auf Urananreicherung zu friedlichen Zwecken, begründet Teheran seine ablehnende Haltung.

    Am 21. August vereinbarten Iran und die IAEO einen Zeitplan für die Klärung aller noch offenen Fragen zum Atomprogramm. Iran verpflichtete sich, alle Fragen bis Jahresende zu beantworten.

    Angesichts dessen haben die Sechser-Staaten (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland), die im Atomstreit vermitteln, am 28. September beschlossen, die Entscheidung über neue Sanktionen gegen Iran auf November zu verschieben. Bevor sie eine neue UN-Resolution zu Iran konzipiert, will die Sechser-Gruppe entsprechende Berichte vom EU-Außenbeauftragten Javier Solana und IAEO-Generaldirektor Mohammed ElBaradei anhören.

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