15:55 18 Dezember 2017
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    IAEO beginnt Atom-Verhandlungen mit Iran

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    TEHERAN, 29. Oktober (RIA Novosti). Der stellvertretende Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), Olli Heinonen, ist am Sonntagabend in Teheran für Verhandlungen mit Iran über dessen Urananreicherungs-Zentrifugen eingetroffen.

    Heinonens Verhandlungspartner ist der iranische Vizesicherheitschef Dschawad Waidi.

    Am 24. Oktober haben IAEO-Experten in Teheran die dritte Verhandlungsrunde über die Herkunft und den Betrieb der Zentrifugen P1 und P2 abgeschlossen. Die Seiten äußerten sich damals nicht zu den Ergebnissen dieser Gespräche.

    Die bisherigen Verhandlungsrunden fanden von 9. bis 11. Oktober und am 24. Oktober in der iranischen Hauptstadt statt. Beide Seiten gaben an, mit den Gesprächen zufrieden zu sein.

    In der iranischen Atomanlage Natans sind gegenwärtig rund 3000 Zentrifugen im Einsatz. Die Führung in Teheran kündigte wiederholt an, in Natans 50 000 Zentrifugen aufzustellen, um auf ausländische Kernbrennstofflieferungen verzichten zu können.

    Die neuen iranischen Zentrifugen P2 sind eine Weiterentwicklung der P1-Zentrifugen. Sie sollen zuverlässiger im Betrieb und eine 90-prozentige Anreicherung des Urans ermöglichen, bei der der Gehalt des Isotopen Uran-235 für den Bau einer Atombombe ausreicht.

    Die Vereinten Nationen befürchten, dass Iran heimlich an Atomwaffen baut, und fordern von Teheran den Verzicht auf die Urananreicherung. Der Weltsicherheitsrat verabschiedete bereits zwei Resolutionen, die Sanktionen gegen Iran beinhalteten. Trotzdem weigert sich die iranische Regierung, die Urananreicherung einzustellen. Als Mitglied des Atomwaffensperrvertrages habe Iran das Recht auf Urananreicherung zu friedlichen Zwecken, begründet Teheran seine ablehnende Haltung.

    Am 21. August vereinbarten Iran und die IAEO einen Zeitplan für die Klärung aller noch offenen Fragen zum Atomprogramm. Iran verpflichtete sich, alle Fragen bis Jahresende zu beantworten.

    Angesichts dessen haben die Sechser-Staaten (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland), die im Atomstreit vermitteln, am 28. September beschlossen, die Entscheidung über neue Sanktionen gegen Iran auf November zu verschieben. Bevor sie eine neue UN-Resolution zu Iran konzipiert, will die Sechser-Gruppe entsprechende Berichte vom EU-Außenbeauftragten Javier Solana und IAEO-Generaldirektor Mohammed ElBaradei anhören.

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