23:23 18 Dezember 2017
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    Türkische Offensive gegen Kurden kann US-Angriff auf Iran provozieren - „RBC daily“

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    MOSKAU, 29. Oktober (RIA Novosti). Der irakische Parlamentschef Mahmud al-Maschhadani hat am vergangenen Freitag der Türkei gedroht, den Ölhahn zuzudrehen, sollte Ankara ein Handelsembargo gegen Irak verhängen.

    Der Parlamentschef reagierte so auf das Ultimatum des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, dem zufolge Ankara die Lebensmittel- und Stromlieferungen nach Irak drosseln würde, solange im Nachbarland die PKK-Rebellen Zuflucht finden, schreibt am Montag „RBC daily“.

    Nach Ansicht russischer Experten würden die gegenseitigen Wirtschaftssanktionen zwischen dem Iran und der Türkei weder ihre eigenen Wirtschaften belasten noch den Ölpreis beeinflussen. Die Türkei könnte das irakische Erdöl durch aserbaidschanisches ersetzen, mutmaßt Sergej Borowikow von der Sankt Petersburger Gruppe „Konstruirowanije Buduschtschego“. „Im Erdölpreis sind bereits die Risiken der türkischen Offensive inbegriffen. Preisschwankungen von ein paar Dollar wären bei dem heutigen Preis von fast 100 Dollar eine Kleinigkeit.“

    Doch im Streit versuchen Ankara und Bagdad die Amerikaner auf ihre Seite zu bringen. Die USA brauchen unterdessen eine Stabilität im kurdischen Nordirak. Eine türkische Invasion würde iranische Kurden in den Konflikt verwickeln und die Vorbereitungen des Pentagons auf einen Überfall auf Iran stören. Um die Kontrolle nicht zu verlieren, würden die USA durchgreifen und von Drohungen gegen Teheran zu konkreten Taten übergehen müssen, sagt Borowikow. Deshalb wolle Washington die Türkei von einer frühzeitigen Offensive abhalten.

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