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    Lawrow: Zentralasiatische Staaten bekommen neue Spielräume

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    MOSKAU, 29. Oktober (RIA Novosti). Die kürzlichen Gipfeltreffen der GUS-Staaten, der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAWG) und der Organisation des Vertrages über Kollektive Sicherheit (OVKS) in Duschanbe haben den Mitgliedsstaaten neue Möglichkeiten eröffnet, erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow.

    Vor seinem Besuch in Astana sagte der Minister in einem Interview für die „Kasachstanskaja Prawda“, dass die Spitzentreffen eine neue Etappe eingeleitet hätten.

    Die Verabschiedung am 5. Oktober der Konzeption der weiteren Entwicklung der Gemeinschaft und des entsprechenden Arbeitsplans bezeichnete er als einen recht klaren Vektor der weiteren Entwicklung der GUS-Staaten.

    „Bei ihrer Ausarbeitung haben übrigens die meisten Mitgliedsstaaten aktiv mitgewirkt, was sehr anschaulich davon zeugt, dass es auch weiterhin ein reales Interesse an dieser Form der Zusammenarbeit gibt“, sagte Lawrow.

    Ebenso habe der Gipfel der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAWG) eine prinzipielle Bedeutung für die Integrationsprozesse gehabt. Hauptergebnis sei die Unterzeichnung von vier Verträgen gewesen, die die Rechtsgrundlage für die Zollunion bilden würden. In der Anfangsphase hatten sich an diesem qualitativ neuen Schritt bei der Integration drei Staaten beteiligt, so Sergej Lawrow.

    Ferner verwies der russische Außenminister auf die Vereinbarungen der OVKS über friedensstiftende Missionen und die militärwirtschaftliche Zusammenarbeit. Nach seinen Worten festigen sie die Rolle der Organisation als Schlüsselelement des Systems für die regionale Sicherheit und leisten einen Beitrag zu deren Umwandlung in eine universelle internationale Organisation, die adäquat auf alle Herausforderungen und Bedrohungen in ihrem Verantwortungsbereich und den angrenzenden Räumen reagieren kann.

    Der Zusammenarbeit zwischen Russland und Kasachstan kommt Sergej Lawrow zufolge eine Schlüsselrolle bei der Bestimmung der Richtung der Integrationsprozesse im postsowjetischen Raum zu. „Ich zweifele nicht daran, dass sie eine überaus wichtige Rolle bei der Lösung der Aufgaben spielt, die vor der GUS, der EAWG und der OVKS stehen“, führte der russische Minister aus.

    Er sprach sich ferner für die weitere Entwicklung eines Mechanismus der außenpolitischen Koordinierung der OVKS-Staaten in der UNO und der OSZE sowie in den Beziehungen mit der NATO aus.

    Der russische Minister unterstrich den wichtigen positiven Effekt, den die Koordinierung zwischen Russland und Kasachstan in der internationalen Arena erreicht habe. „In der gegenwärtigen Umbruchssituation der Entwicklungen in der Welt müssen wir die Traditionen der gutnachbarschaftlichen Beziehungen, der Freundschaft und des guten Einvernehmens bewahren und festigen. Das geringste Nachlassen bei diesen lebenswichtigen Fragen, egal von welcher Seite, würde für unsere beiden Länder sehr negative Folgen haben“, sagte Lawrow.

    Die voranschreitende Entwicklung der Beziehungen bezeichnete er als einen Beitrag zur Festigung der regionalen und globalen Sicherheit. Zentralasien ist nach seinen Worten nicht nur Zentrum eines jahrtausendealten kulturellen und humanitären Vermächtnisses. „Die Region hat ein gewaltiges menschliches Potenzial, ist reich an fossilen Rohstoffen und Mineralien und hat eine entwickelte Verkehrs- und industrielle Infrastruktur. Das gibt den zentralasiatischen Staaten gewaltige Entwicklungsmöglichkeiten“, stellte Sergej Lawrow fest.

    „Ich denke, ich irre nicht, wenn ich sage, dass diese Region in nicht allzu ferner Zukunft eines der strategischen Zentren der Weltwirtschaft sein wird“, fügte er hinzu.

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