02:52 20 Februar 2018
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    Moskau will Teheran zur Aussetzung der Urananreicherung bewegen - "Nesawissimaja Gaseta"

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    MOSKAU, 01. November (RIA Novosti). Russland hofft immer noch darauf, dass Teheran seine Zustimmung für eine zumindest vorübergehende Aussetzung der Urananreicherung gibt. Damit wäre die Möglichkeit gegeben, einen US-Schlag gegen Iran zu verhindern, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Donnerstag.

    Wie die Zeitung erfuhr, hatte sich Russlands Außenminister Sergej Lawrow bei seinem jüngsten Blitzbesuch in Teheran vor den Konsultationen der Weltmächte über weitere Schritte in Bezug auf Iran darum bemüht.

    Die Behandlung des iranischen Atomprogramms ist jetzt in eine Sackgasse geraten. Ein diplomatischer Ausweg ist nicht mehr zu erkennen. Moskau ist sich bewusst, dass die iranische Staatsführung angesichts der inzwischen entstandenen Eigendynamik des Atomprogramms nicht mehr in der Lage sein wird, dieses allein schon aus Angst um ihre eigene politische Stabilität zu stoppen. Solange aber Iran die Urananreicherung betreibt, verstößt es gegen die beiden zuvor angenommenen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, die die Einstellung der Atomarbeiten fordern.

    "Selbst wenn die IAEO versichern sollte, dass das iranische Atomprogramm einen ausschließlich zivilen Charakter hat, wird es nicht möglich sein, die Verstöße gegen die Resolutionen des Sicherheitsrates zu ignorieren", erfuhr die Zeitung von einer diplomatischen Quelle. "Andererseits können auch die Feststellungen der internationalen Atomenergiebehörde nicht ignoriert werden, damit dieses wichtige internationale Organ nicht diskreditiert wird."

    Die Situation könnte sich allerdings radikal ändern, wenn die Iraner zumindest einer Aussetzung der Urananreicherung zustimmen würden. In dem Fall könnte der Fakt fixiert werden, dass Teheran die Anforderungen des Sicherheitsrates erfüllt. Dann könnte auch versucht werden, Verhandlungen zwischen Iran und den sechs Ländern (Russland, USA, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) aufzunehmen, die sich um die Regelung der Krise bemühen. Anschließend könnte die Islamische Republik die Arbeit in den Nuklearanlagen auf der Grundlage einer Zusammenarbeit mit der IAEO sowie ihrer Rechte als ein Teilnehmerstaat des Atomwaffensperrvertrags wiederaufnehmen.