20:59 20 Juni 2018
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    Georgien: Oppositionspolitiker Okruaschwili setzt sich ins Ausland ab

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    TIFLIS, 01. November (RIA Novosti). Der Oppositionspolitiker und ehemalige Verteidigungsminister Irakli Okruaschwili hat Georgien verlassen.

    Das teilte ein Sprecher der Opposition mit.

    Der Politiker hatte vor kurzem noch mit seinen öffentlichen Angriffen gegen Präsident Michail Saakschwili Schlagzeilen gemacht. Wenig später befand er sich hinter Gittern. Erst nach öffentlichen Schuldgeständnissen ist er aus der Haft entlassen worden.

    Der frühere georgische Staatsminister für Konfliktlösung, Georgi Chaindrawa, hat die Abreise gestern bekannt gegeben, nachdem verschiedene Oppositionsführer mit dem für Europa und Eurasien zuständigen Staatssekretär des US-Außenministeriums, Daniel Fried, in Tiflis gesprochen hatten. Laut Nachrichtenagentur Nowosti-Grusia weigerte er sich jedoch, den Journalisten Einzelheiten mitzuteilen.

    Nach ersten Informationen hält sich Okruaschwili gegenwärtig in München auf. Chaindrawa will im Laufe des Tages bei einem Pressegespräch nähere Details bekannt geben.

    Okruaschwili hatte Staatschef Saakaschwili Ende September im Fernsehen attackiert und des Versuchs beschuldigt, den Unternehmer Badri Patarkazischwili ermorden zu wollen. Den Angehörigen des Präsidenten warf er Korruption und Erpressung vor.

    Eine Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Unter der Beschuldigung der Nötigung, der Fahrlässigkeit im Amt, des Amtsmissbrauchs und der Geldwäsche wurde er verhaftet.

    Nach einem Deal mit der Justiz wurde Okruaschwili gegen eine Kaution von sechs Millionen US-Dollar bis zum Prozess auf freien Fuß gesetzt.

    Schon zu diesem Zeitpunkt kursierten Gerüchte, der Politiker habe mit seiner Familie das Land verlassen.

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