09:53 18 Juni 2018
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    Kurden-Konflikt: Türkischer Premier dementiert Bericht über Flugverbot

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    ANKARA, 01. November (RIA Novosti). Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat einen Bericht des Fernsehsenders NTV dementiert, wonach die Türkei den Luftkorridor nach Nordirak geschlossen habe.

    Der türkische Außenminister Ali Babacan stellte seinerseits klar, dass von der Regierung Wirtschaftssanktionen nur gegen die Organisationen und Kräfte verhängt worden seien, die die kurdischen Terroristen unterstützen.

    NTV hatte am Donnerstag von einem Überflugverbot für den Luftverkehr nach Nordirak berichtet. Wie es darin hieß, will die türkische Regierung vor der angekündigten Militäroperation mit dieser Maßnahme und Wirtschaftssanktionen gegen das nordirakische Kurdengebiet den Druck auf das Nachbarland erhöhen.

    Ankara drängt auf ein Verbot der kurdischen Arbeiterpartei PKK und fordert von den irakischen Behörden, das Einsickern von Extremisten strikt zu unterbinden.

    Das türkische Parlament hat der Regierung bereits Mitte Oktober ein einjähriges Mandat für eine grenzüberschreitende Operation erteilt, um die Lager der PKK-Kämpfer zu zerschlagen. Nach Angaben des türkischen Militärs haben sich in Nordirak rund 3 500 kurdische Kämpfer verschanzt.

    Trotz der Behauptung der Regierung, der Militärschlag könne jederzeit durchgeführt werden, äußern Beobachter die Ansicht, dass die endgültige Entscheidung nicht vor dem Gespräch von Premier Recep Tayyip Erdogan mit US-Präsident George W. Bush am 5. November in Washington fallen wird.

    Bevor Erdogan in die USA abreist, kommt US-Außenministerin Condoleezza Rice am 2. November nach Ankara, um mit der türkischen Führung über den Kampf gegen Terroristen zu beraten.

    Unterdessen schloss Außenminister Babacan ein Flugverbot dennoch nicht definitiv aus. „Wenn die Zeit gekommen ist, dann werden wir die erforderlichen Maßnahmen ergreifen“, sagte er.

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