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    Krise im Kaukasus: Russland warnt Georgien vor weiteren Provokationen

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    MOSKAU, 01. November (RIA Novosti). Nach dem jüngsten Zusammenstoß in der Konfliktzone zwischen Georgien und seiner abtrünnigen Provinz Abchasien befürchtet Russland weitere Provokationen der georgischen Regierung.

    Die georgische Opposition plant für den morgigen Freitag massenhafte Protestaktionen. Um die Bevölkerung von der innenpolitischen Krise abzulenken, greife die georgische Staatsführung zu außenpolitischen Provokationen, heißt es in einer Stellungnahme des russischen Außenministeriums.

    Am vergangenen Dienstag war es nahe der Siedlung Ganmuchuri im georgisch-abchasischen Konfliktraums zu einer Auseinandersetzung zwischen georgischen Polizisten und russischen Friedenssoldaten gekommen. Nach Angaben des Kommandos der GUS-Friedenstruppen wurden fünf Mitarbeiter des georgischen Innenministeriums festgenommen und entwaffnet, nachdem diese den russischen Soldaten mit Waffen gedroht haben. Die Festgenommenen wurden am selben Tag der georgischen Seite überstellt.

    Nach georgischer Darstellung umzingelten russische Friedenssoldaten mit Schützenpanzern ein Jugendlager, schlugen die Polizeiwache und nahmen einige Polizisten fest.

    Wie das Außenministerium in Moskau mitteilte, wichen die Friedenssoldaten bei dem Konflikt "um kein Jota" von ihren Dienstpflichten und ihrem Mandat ab.

    Die Forderung des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili, dass der Befehlshaber des Friedenstruppen, Sergej Tschaban, das Land verlassen soll, "bestätigt den provokativen Charakter der Handlungen Georgiens" und sein Streben, den Konflikt gewaltsam zu lösen, kommentierte das russische Außenministerium.

    Die im Süden des Kaukasus an das Schwarze Meer grenzende Abchasische Republik gehört zu Georgien, hat sich jedoch 1992 für unabhängig erklärt, was zu einem blutigen Krieg führte. Der Sezessionskrieg dauerte etwas länger als ein Jahr und führte zu Kriegsverbrechen, vielen tausend Toten und zur Vertreibung von vielen Georgiern, die in Abchasien gelebt hatten. Im Mai 1994 wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Heute ist Abchasien de facto ein autonom agierender, jedoch international nicht anerkannter Staat.

    Bislang sichert ein aus russischen Soldaten bestehendes Friedenskontingent der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) die Einhaltung des Waffenstillstandes zwischen Georgiern und Abchasen.

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