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    UNESCO erkennt Hungersnot der 30ger Jahre in der Ukraine nicht als Völkermord an

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    KIEW, 01. November (RIA Novosti). Die Weltkulturorganisation UNESCO hat auf ihrer Vollversammlung in Paris abgelehnt, die große Hungersnot (Golodomor) der 1930er Jahre in der Ukraine und anderen Teilen der damaligen Sowjetunion als Völkermord einzustufen.

    Mit einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution gedachten die 193 Mitgliedstaaten der Golodomor-Opfer, lehnten jedoch die Forderung der ukrainischen Seite ab, die Hungersnot als Genozid an dem ukrainischen Volk anzuerkennen, berichtete das ukrainische Außenministerium.

    Im November 2006 hatte das ukrainische Parlament ein Gesetz verabschiedet, in dem die Hungersnot der Jahre 1932/33 als Genozid am ukrainischen Volk eingestuft wird. Diesem Beispiel folgten zwölf weitere Staaten. Seitdem bemüht sich die ukrainische Regierung um eine weltweite Anerkennung des Völkermordes.

    Neben der Ukraine waren vom Golodomor in den Jahren 1932 und 1933 Russland, Kasachstan und weitere Gebiete der damaligen Sowjetunion betroffen. Laut Schätzungen ukrainischer Historiker starben in diesen Jahren zwischen sieben und zehn Millionen Menschen allein in der Ukraine.

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