02:41 26 Februar 2018
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    Japan beendet Marine-Einsatz für Afghanistan-Mission

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    TOKIO, 01. November (RIA Novosti). Bei dem geplanten Treffen des japanischen Premierministers Yasio Fukuda mit US-Präsident George W. Bush am 16. November in Washington wird es hauptsächlich um die Teilnahme von japanischen Kriegsschiffen an der multinationalen Friedensmission in Afghanistan gehen.

    Wie die japanische Zeitung "Nihon Keizai" am Donnerstag schreibt, werde Fukuda Bush die Gründe erläutern müssen, warum das japanische Sondergesetz über den Kampf gegen den Terrorismus nicht verlängert wurde. Laut dem Gesetz waren japanische Schiffe seit dem Dezember 2001 im Indischen Ozean im Einsatz.

    Am Donnerstagmorgen beorderte der japanische Verteidigungsminister einen Tanker und einen Zerstörer in ihre Heimathäfen zurück.

    Ein neuer Gesetzentwurf der Liberaldemokratischen Partei sieht die Verlängerung der Mission japanischer Schiffe im Indischen Ozean um ein weiteres Jahr vor. Doch die oppositionelle Demokratische Partei lehnt entschieden einen weiteren Aufenthalt der Schiffe im Indischen Ozean ab.

    Bei einem Treffen zwischen Fukuda mit dem Vorsitzenden der Demokraten, Ichiro Ozawa, am vergangenen Donnerstag, gelang es dem Premier nicht, seinen Gegenüber zu überzeugen, dass die Kraftstoff- und Wasserversorgung der Koalitionstruppen in Afghanistan notwendig ist.

    Der Premier teilte Journalisten mit, dass die Schiffe am heutigen Donnerstag nach Japan zurückkehren werden, brachte jedoch die Hoffnung zum Ausdruck, dass Tokio demnächst seine Mission fortsetzen könne.