23:06 18 Februar 2018
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    Rechtsanwältin: Georgischer Ex-Verteidigungsminister zur Ausreise gezwungen

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    Der georgische Ex-Verteidigungsminister und Begründer der Oppositionsbewegung "Für ein einheitliches Georgien", Irakli Okruaschwili, ist zur Ausreise gezwungen worden.

    TIFLIS, 01. November (RIA Novosti). Der georgische Ex-Verteidigungsminister und Begründer der Oppositionsbewegung "Für ein einheitliches Georgien", Irakli Okruaschwili, ist zur Ausreise gezwungen worden.

    Seine Rechtsanwältin, Jekaterina Bessilija, sagte bei einem Pressegespräch vor dem Parlamentsgebäude: "Davor konnte er mich gerade noch anrufen und mitteilen, dass er von den Behörden gezwungen wurde, das Land zu verlassen. Irakli Okruaschwili wollte eigentlich am 2. November zu dem Meeting der Opposition kommen und sich aktiv einschalten."

    Ferner führte sie aus, dass die Generalstaatsanwaltschaft ihres Wissens eine Presseinformation vorbereitet, wonach der Oppositionspolitiker sich angeblich aus eigenem Wunsch zur Behandlung in das Ausland begeben habe. "Das ist eine Lüge. Diese Erklärung ist vorab vorbereitet worden und hat nichts mit den Plänen meines Mandanten gemein", sagte sie den Journalisten.

    Nach Angaben der Rechtsanwältin hält sich Irakli Okruaschwili gegenwärtig in Frankreich auf.

    Irakli Okruaschwili hatte den georgischen Staatschef Saakaschwili Ende September im Fernsehen attackiert und des Versuches beschuldigt, den Unternehmer Badri Patarkatzischwili ermorden zu wollen. Den Familienangehörigen des Präsidenten warf er Korruption und Erpressung vor.

    Die Reaktion ließ nicht auf sich warten. Unter der Beschuldigung der Nötigung, der Fahrlässigkeit im Amt, des Amtsmissbrauchs und der Geldwäsche wurde er verhaftet. Bei den Verhören hatte Irakli Okruaschwili seine Vorwürfe gegenüber dem Präsidenten zurückgenommen und sich in einigen Punkten für schuldig bekannt.

    Nach einem Deal mit der Justiz wurde Irakli Okruaschwili gegen eine Kaution von 6 Millionen US-Dollar bis zum Prozess auf freien Fuß gesetzt.

    Die erzwungene Ausreise des Oppositionspolitikers hatte der frühere georgische Staatsminister für Konfliktregelung, Georgi Chaindrawa, am Donnerstag früh publik gemacht.