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    Georgien ersucht OSZE um Einschätzung des Zwischenfalls mit russischen Friedenssoldaten

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    TIFLIS, 01. November (RIA Novosti). Der georgische Vizeaußenminister Georgi Mandschgaladse hat sich an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit der Bitte gewandt, die jüngsten Ereignisse im georgischen Dorf Ganmuchuri einzuschätzen, wo es am vergangenen Dienstag zu einem Zwischenfall zwischen russischen Friedenssoldaten und der georgische Polizei gekommen war.

    Das meldete die Nachrichtenagentur Nowosti-Grusija am Donnerstag. "Mandschgaladse traf am Mittwoch in Wien mit OSZE-Generalsekretär Marc Perrin de Brichambaut sowie mit Vertretern Spaniens, Belgiens und Finnlands - dem gegenwärtigen, dem vorangegangenen und dem künftigen OSZE-Vorsitzenden - zusammen. Der georgische Minister informierte seine Gesprächspartner eingehend über einen Überfall russischer Friedenssoldaten auf ein patriotisches Jugendlager in Ganmuchuri", heißt es.

    Nach Version der georgischen Seite wurde das Lager umstellt, einige Personen seien festgenommen worden. Das Kommando der Kollektiven Friedenskräfte der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) für die Erhaltung des Friedens in der Region dagegen weist darauf hin, dass fünf georgische Polizisten festgenommen und entwaffnet worden seien, weil sie russischen Soldaten Gewalt angedroht hätten.

    "Der Zwischenfall in Ganmuchuri stellt die weitere Präsenz der russischen Friedenssoldaten auf dem Territorium Georgiens in Frage", fuhr Mandschgaladse fort. In diesem Zusammenhang werde die georgische Regierung einen entsprechenden Beschluss fassen.

    "Die OSZE muss alle Möglichkeiten nutzen, um derartige Konflikte künftig zu vermeiden, ganz egal, ob in der Region Zchinwali oder in Abchasien", sagte OSZE-Vorsitzender Miguel Angel Moratinos. Er werde vom russischen OSZE-Botschafter Informationen anfordern und sich mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Verbindung setzen. Darauf gebe die OSZE ihre Einschätzung zu dem Zwischenfall in Ganmuchuri, sagte Moratinos.

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