20:21 26 September 2017
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    Duma-Chef sieht US-Geheimdienste hinter Georgiens Anschuldigungen gegen Russland

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    Massenproteste in Georgien (86)
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    Nach Ansicht des Vorsitzenden der russischen Staatsduma (Unterhaus des Parlaments), Boris Gryslow, sind die Anschuldigungen der georgischen Regierung gegen Russland auf „Weisung der US-Geheimdienste“ erfolgt.

    MOSKAU, 08. November (RIA Novosti). Nach Ansicht des Vorsitzenden der russischen Staatsduma (Unterhaus des Parlaments), Boris Gryslow, sind die Anschuldigungen der georgischen Regierung gegen Russland auf „Weisung der US-Geheimdienste“ erfolgt.

    Russland war von den georgischen Spitzenpolitikern angegriffen und beschuldigt worden, die Massenproteste in Tiflis eingefädelt zu haben. Präsident Michail Saakaschwili hatte in seiner Fernsehansprache vom Mittwoch erklärt, dass drei Mitarbeiter der russischen Botschaft als unerwünschte Personen aus Georgien ausgewiesen würden. Die Zuspitzung der Lage hatte Saakaschwili den russischen Geheimdiensten in die Schuhe geschoben. „Von unseren Nachrichtendiensten sind Informationen übergeben worden, wonach in Russland eine alternative Regierung gebildet worden ist“, sagte der georgische Präsident. Es würden „Geld und Instruktionen“ nach Georgien gebracht.

    Gryslow sagte am Donnerstag im Gespräch mit Journalisten, dass die Vorgänge in Georgien der Öffentlichkeit immer verständlicher würden. So seien Mitschnitte von Verhandlungen gefälscht worden, und diese Fälschungen kommen dann im Kampf um die Macht zum Einsatz.

    Der Duma-Vorsitzende brachte seine Besorgnis über das Blutvergießen in Tiflis zum Ausdruck, wo die Polizei am Mittwoch die Opposition bei ihren Protesten brutal auseinandergetrieben hatte.

    94 Verletzte sind zur Behandlung noch immer in den Krankenhäusern. Insgesamt sind bei den Zusammenstößen mit der Polizei 508 Menschen verletzt worden.

    Gryslow unterstrich, dass Russland und das russische Volk sich nicht gleichgültig zu Ereignissen in den Nachbarländern verhalten könne. Auf die traditionell engen Beziehungen zwischen Russen und Georgiern hinweisend, sagte er, „es ist sehr unangenehm, ansehen zu müssen, was in Georgien vor sich geht“.

    „Es passiert, was wir befürchtet haben“, sagte er und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, „die georgische Führung möge die Taktik ihrem Volk gegenüber ändern“.

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