05:39 26 September 2017
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    Proteste in Georgien: Militär sorgt für Ruhe nach dem Sturm

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    TIFLIS, 08. November (RIA Novosti). Die Lage in der georgischen Hauptstadt Tiflis ist nach den mehrtägigen Protesten ruhig.

    Das berichtet ein Korrespondent von RIA Novosti.

    Sowohl der für den Verkehr gesperrte Rustaweli-Prospekt als auch das Parlamentsgebäude und alle umliegenden Gassen sind vom Militär abgeriegelt.

    Die Soldaten haben auch die Zugänge zum Rike-Platz zugestellt, wo die Demonstranten nach der Auflösung ihrer Versammlung auf dem Rustaweli-Platz ihre Protestaktion fortsetzten.

    Gegenwärtig finden Aufräumungsarbeiten auf dem Rike-Platz nach den erneuten Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten statt.

    In allen Lehranstalten der Hauptstadt wurde der Unterricht bis zum kommenden Montag abgesagt.

    Am gestrigen Mittwoch, am sechsten Tag der Protestaktionen der georgischen Opposition, kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen den Protestierenden und der Polizei. Truppen wurden in die Stadt beordert, die Polizei setzte Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse ein, um die Demonstrationen aufzulösen. Insgesamt wurden 508 Menschen dabei verletzt. Zur Zeit befinden sich noch 94 Menschen in den Krankenhäusern.

    Präsident Michail Saakaschwili hatten am Mittwochabend einen 15-tägigen Ausnahmezustand über das Land verhängt. Der Vizevorsitzende des Parlaments, Michail Matschawariani, äußerte in einem Interview mit dem georgischen Staatsfernsehen, dass der Ausnahmezustand auf zwei Tage beschränkt werden könne, falls sich die Lage als stabil erweist.

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