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    Französische Presse: Georgien stellt Beziehungen zu Russland vor Belastungsprobe

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    PARIS, 08. November (RIA Novosti). Die einflussreichen französischen Zeitungen „Le Monde“ und „Le Figaro“, stimmen in ihrer Berichterstattung über die Eskalation in Georgien darin überein, dass die georgischen Anschuldigungen gegen Russland die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern belasten.

    Der georgische Präsident Michail Saakaschwili hatte Russland am Mittwoch eine voreingenommene Haltung zur Lage in Georgien vorgeworfen. In seiner Fernsehansprache verkündete er, dass drei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Tiflis zur unerwünschten Persona non grata erklärt und des Landes verwiesen worden sind.

    „Die Ausweisung der Diplomaten sorgt erneut für eine Verschärfung in den russisch-georgischen Beziehungen, die vor dem Hintergrund des Separatismus in Abchasien und Südossetien, der von Moskau unterstützt wird, ohnehin schon sehr angespannt sind“, konstatiert „Le Figaro“.

    Die Zeitung vermerkt, dass die Ausweisung der Diplomaten „Moskau in Wut versetzt hat, welches daraufhin erklärte, dass das "eine verantwortungslose politische Provokation“ ist und „eine adäquate Antwort“ angekündigt hat.

    Zu der gewaltsamen Zerschlagung der Proteste in Tiflis stellt das französische Blatt fest: „Die Polizei hat Tausende Demonstranten auseinander geknüppelt, die den Rücktritt von Präsident Michail Saakaschwili gefordert haben. Sondereinheiten haben zu Schlagstöcken gegriffen, Gummigeschosse abgefeuert sowie Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt. Sie haben auf diese Weise die Hauptstadt der früheren Sowjetrepublik in ein Chaos gestürzt“, schreibt „Le Figaro“.

    „Le Monde“ stellt fest, dass „es sich um den größten Protest der Bevölkerung seit der Rosenrevolution gehandelt hat, die Herrn Saakaschwili im November 2003 an die Macht gebracht hat“. Ferner wird ausgeführt, „die Polizisten haben die Demonstranten attackiert, indem sie mit etwas geschossen haben, was sehr nach Gummigeschossen aussah“.

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