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    Südossetiens Präsident ruft georgische Regierung zu Rücktritt auf

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    MOSKAU, 08. November (RIA Novosti). Der Präsident von Südossetien (nicht anerkannte Republik auf georgischem Territorium), Eduard Kokoity, ruft die georgische Regierung und Staatschef Michail Saakaschwili angesichts oppositioneller Massenproteste auf, freiwillig zurückzutreten.

    Das sagte Kokoity am Donnerstag in einem Interview mit dem russischen Nachrichtensender „Westi“.

    „Der beste Ausweg aus der kritischen Situation in Georgien ist der freiwillige Rücktritt von Präsident Saakaschwili und seiner Regierung. Um diese angespannte Lage zu beruhigen, die Beleidigungen einzustellen, die die georgischen Behörden ihrem Volk zufügen, ist es notwendig, Verhandlungen zu führen. Denn je heftiger die innenpolitische Situation im Land sich anheizt, desto stärker ist der Feind“, so Kokoity.

    Nach Angaben von Kokoity haben er und sein abchasischer Amtskollege nach einer Besprechung über die Situation in Georgien beschlossen, alles zu tun, um eine Eskalation zu verhindern.

    „Eine Opposition als solche gibt es in Georgien heute nicht, da es keinen Führer gibt, der dazu in der Läge wäre, das Volk in die richtige Richtung zu führen. Es gibt nur Marionetten, die weder die Verfassung noch das Volk achten“, konstatierte er.

    Am gestrigen Mittwoch, am sechsten Tag der Protestaktionen der georgischen Opposition, kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen den Protestierenden und der Polizei. Truppen wurden in die Stadt beordert, die Polizei setzte Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse ein, um die Demonstration aufzulösen. Insgesamt wurden 508 Menschen dabei verletzt. Zur Zeit befinden sich noch Dutzende Menschen in den Krankenhäusern.

    Die Opposition fordert unter anderem den Rücktritt von Saakaschwili und die Durchführung einer vorgezogenen Parlamentswahl im April 2008.

    Präsident Michail Saakaschwili hatte am Mittwochabend einen 15-tägigen Ausnahmezustand über das Land verhängt. Der Vizevorsitzende des Parlaments, Michail Matschawariani, äußerte in einem Interview mit dem georgischen Staatsfernsehen, dass der Ausnahmezustand auf zwei Tage beschränkt werden könne, falls sich die Lage als stabil erweist.