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    Steigende Preise, sinkende Popularität Putins - „Wedomosti"

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    MOSKAU, 08. November (RIA Novosti). Einen Monat vor der Parlementswahl ist Umfragewert von „Einheitliches Russland“ um sechs Prozent gesunken.

    Die Gründe dafür sind der Preisanstieg und die Gewöhnung der Bürger an Wladimir Putin als Spitzenkandidat der Kreml-treuen Partei, schreibt die russische Zeitung "Wedomosti" vom Donnerstag.

    Nach Angaben des Gesamtrussischen Zentrums für Meinungsforschung (WZIOM) ist die Unterstützung für „Einheitliches Russland“ zwischen dem 13. Oktober und dem 4. November von 56 auf 50 Prozent zurückgegangen. Leonti Bysow von WZIOM weist darauf hin, dass die Befragungsergebnisse von der gesamten Wählerschaft abgeleitet werden und dass die Ergebnisse für die "Machtpartei" „objektiv um 13 bis 14 Prozent höher liegen, da viele nicht zu den Wahlen gehen werden".

    In der Woche vom 28. Oktober bis zum 4. November stellte WZIOM einen Rückgang des Ratings von Präsident Wladimir Putin (minus zwei Prozent) und der Regierung (minus fünf Prozent) fest.

    Bysow verbindet das Fallen der Umfragewerte "zu 80 Prozent" mit der Inflation: "51 Prozent der Bürger mussten zu billigeren Waren übergehen. Dabei ist das gerade jener Teil der Wählerschaft, der aktiv für die Macht stimmt."

    Das Lewada-Zentrum wird kommende Woche neue Angaben haben. Alexej Graschdankin, Experte des Meinungsforschungszentrums, erläutert: Als der Präsident in der Liste von „Einheitliches Russland“ erschien, wuchs die Popularität der Partei, und zwar "wegen des amorphen politischen Bewusstseins" der Menschen, jetzt aber könnte das Rating infolge der Unbeständigkeit derselben Wählerschaft schrumpfen.

    Der Politologe Alexej Makarkin erklärt die Schwankungen in den Umfragen in Bezug auf "Einheitliches Russland" damit, dass es dem Kreml nicht gelungen sei, zwischen Präsident und Partei ein Gleichheitszeichen zu setzen, während Putins Kandidatur für „Einheitliches Russland“ nicht mehr wirke.

    Die Parteimitglieder sind davon überzeugt, dass sie während des Wahlkampfes das Versäumte nachholen werden. "Veranstaltungen werden uns eine positive Dynamik sichern", sagte Andrej Worobjow, Leiter des Zentralexekutivkomitees von "Einheitliches Russland". Parteivorsitzender Boris Gryslow gab eine Zielvorgabe heraus: "Unsere Partei muss zumindest 50 Prozent Stimmen auf kommen.“

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