00:26 26 September 2017
SNA Radio
    Politik

    Nach Bodensee-Unglück: Fluglotsen-Mörder Kalojew kommt vorzeitig frei

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 2510

    Der wegen Mordes an einem schweizerischen Fluglotsen verurteilte Russe Vitali Kalojew wird vorzeitig aus der Haft entlassen.

    MOSKAU, 08. November (RIA Novosti). Der wegen Mordes an einem schweizerischen Fluglotsen verurteilte Russe Vitali Kalojew wird vorzeitig aus der Haft entlassen.

    Das entschied das Schweizer Bundesgericht, wie die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag berichtet.

    Das Gericht lehnte die Berufung der Staatsanwalt gegen das bisherige Urteil ab, wonach Kalojew, der zu fünfeinviertel Jahren Zuchthaus verurteilt worden war und zwei Drittel davon bereits abgesessen hatte, noch im vergangenen August entlassen werden sollte.

    Kalojew, der am 1. Juli 2002 beim Zusammenstoß zweier Flugzeuge über dem Bodensee seine Frau und seine beiden Kinder verloren hatte, war im Oktober 2005 zunächst zu acht Jahren Haft wegen Ermordung des Fluglotsen Peter Nielsen verurteilt worden. Nielsen hatte in der Unglücksnacht Dienst in der verantwortlichen schweizerischen Flugsicherung Skyguide und nach Erkenntnissen der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung die Hauptschuld an der Kollision getragen. In diesem Juni hatte ein Schweizer Gericht die Strafe für den Russen von acht auf fünfeinviertel Jahre gesenkt.

    In der Nacht zum 2. Juli 2002 waren das russische Passagierflugzeug Tu-154 und eine Boeing-747 des Paketdienstleisters DHL über dem Bodensee zusammengestoßen. Dabei starben 71 Menschen, darunter 45 russische Kinder, die zum Ferienurlaub nach Spanien reisten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren