21:57 26 September 2017
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    Chavez verhandelt erfolglos über Freilassung der FARC-Geiseln

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    BUENOS AIRES, 08. November (RIA Novosti). Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat mit Vertretern des FARC-Chefs Manuel Marulanda über die Befreiung der von der Guerillabewegung entführten Geiseln gesprochen.

    Das sagte er am Donnerstag im nationalen Fernsehen.

    Ihm zufolge werden die Verhandlungen am Freitag fortgesetzt, um „zu versuchen, eine humanitäre Einigung mit Kolumbien zu erzielen“.

    Er bezeichnete die Gespräche als „nicht einfach“ und gab zu, dass seine Vermittlerrolle bis dato keine praktischen Ergebnisse gezeigt hätte.

    Die Namen der kolumbianischen Verhandlungspartner nannte er nicht, sondern teilte nur mit, es seien zwei Mitglieder des FARC-Sekretariats.

    Die FARC will 45 Geiseln, darunter drei Amerikaner und die bekannte Politikerin Ingrid Betancourt, laufen lassen, wenn 500 ihrer Gefolgsleute aus kolumbianischer Haft entlassen würden. Die ehemalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin, die auch die französische Staatsangehörigkeit besitzt, ist 2002 entführt worden.

    Mitte September hatte die Regierung Kolumbiens der Vermittlung von Chavez bei den Verhandlungen über die Geiselbefreiung zugestimmt.

    Die US-Regierung, die die FARC auf die Liste der terroristischen Organisationen gesetzt hat, ist gegen diese Verhandlungen.

    Der französische Präsident Nicolas Sarkozy äußerte indes, dass sein Land alles für die schnellstmögliche Befreiung von Betancourt tun werde.

    Chavez wird nach den Verhandlungen nach Frankreich reisen und mit Sarkozy die Bedingungen für die Freilassung der Geiseln erörtern.

    Der bewaffnete Kampf der bis zu 18 000 Mann zählenden FARC in schwer zugänglichen Gebirgsgebieten gegen die kolumbianischen Regierungstruppen währt schon über 40 Jahre.

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