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    Krise in Georgien: Behörden werfen Oppositionschefs Spionage und Umsturzversuch vor

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    Massenproteste in Georgien (86)
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    Nach den Massenprotesten gegen die Regierung in Georgien hat die Generalstaatsanwaltschaft des Kaukasus-Staates Ermittlungen gegen die Oppositionspolitiker Schalwa Natelaschwili und Zotne Gamsachurdija wegen „Spionage und Umsturzplanung" eingeleitet.

    TIFLIS, 08. November (RIA Novosti). Nach den Massenprotesten gegen die Regierung in Georgien hat die Generalstaatsanwaltschaft des Kaukasus-Staates Ermittlungen gegen die Oppositionspolitiker Schalwa Natelaschwili und Zotne Gamsachurdija wegen „Spionage und Umsturzplanung" eingeleitet.

    Das teilte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Nikolos Gwaranija am Donnerstag mit. Kurz davor hatten die Justizbehörden das Büro der von Natelaschwili geleiteten Arbeitspartei durchsucht. Die Behörden werfen den beiden Oppositionspolitikern Kollaboration mit Russland bei der Organisierung der Proteste vor.

    Am gestrigen Mittwoch hatte sich die georgische Polizei schwere Auseinandersetzungen mit Tausenden Demonstranten in der Hauptstadt Tiflis geliefert. Die Massenproteste gegen Präsident Michail Saakaschwili dauerten seit knapp einer Woche an. Die Hauptforderung der Opposition waren vorgezogene Parlaments- und Präsidentenwahlen. Die Polizei löste die Demonstranten mit Tränengas, Gummikugeln und Wasserkanonen auf. Außerdem erstürmten die Sicherheitskräfte den regierungskritischen Fernsehsender Imedi.

    Nach den Protesten verhängte Präsident Michail Saakaschwili einen zweiwöchigen Ausnahmezustand über das Land. Er warf den russischen Geheimdiensten vor, hinter den Protesten zu stehen. Doch am Donnerstag willigte Saakaschwili überraschend in die Forderung der Opposition ein und setzte vorgezogene Präsidentenwahlen für den 5. Januar 2008 an.

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