02:00 19 August 2017
SNA Radio
    Politik

    NATO will Ausbruch von Gewalt im Kosovo verhindern

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 10

    Die NATO-Truppen sind bereit, mögliche Zusammenstöße im Kosovo nach der Bekanntgabe des UN-Beschlusses über den Status der südserbischen Provinz zu verhindern.

    MOSKAU, 05. Dezember (RIA Novosti). Die NATO-Truppen sind bereit, mögliche Zusammenstöße im Kosovo nach der Bekanntgabe des UN-Beschlusses über den Status der südserbischen Provinz zu verhindern.

    Das sagte General John Craddock, Oberkommandierender der NATO-Streitkräfte in Europa.

    "Ich denke, dass es Personen geben wird, die Unruhen provozieren werden", zitiert die Nachrichtenagentur AP den General.

    Der Sicherheitsplan sieht eine schnelle Verlegung von 16 000 Soldaten in die Provinz vor.

    Die Direktverhandlungen zwischen Belgrad und Pristina unter Vermittlung der Troika (Russland, EU und USA) waren vergangene Woche im österreichischen Baden gescheitert.

    Die Troika verfasst jetzt einen Bericht, der am 10. Dezember dem UN-Generalsekretär vorgelegt wird. Anschließend wird das Dokument an den UN-Sicherheitsrat weitergeleitet, der weitere Schritte zur Regelung des Kosovo-Streits beschließen wird.

    Zuvor hatte Serbiens Außenministerium einen Maßnahmenplan für den Fall einer einseitigen Ausrufung der Unabhängigkeit durch die albanischen Behörden im Kosovo vorgelegt. Der Plan sieht unter anderem "den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit den Ländern vor, die die Unabhängigkeit der Provinz anerkennen werden".

    Außenminister Vuk Jeremic betonte, dass Serbien den diplomatischen Kampf fortsetzen will, um im UN-Sicherheitsrat die Fortführung von weiteren Verhandlungen über den Kosovo-Status zu erreichen.

    Die Provinz Kosovo, die formell zu Serbien gehört, wird seit 1999 von der UNO verwaltet.