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    USA und EU-Troika wollen trotz Geheimdienstbericht neue Sanktionen gegen Iran

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    Die Vereinigten Staaten wollen ungeachtet des von den Geheimdiensten veröffentlichten Berichts zu Irans Atomprogramm eine neue Resolution mit schärferen Sanktionen gegen Teheran in den Sicherheitsrat einbringen.

    NEW YORK /UNO, 05. Dezember (RIA Novosti). Die Vereinigten Staaten wollen ungeachtet des von den Geheimdiensten veröffentlichten Berichts zu Irans Atomprogramm eine neue Resolution mit schärferen Sanktionen gegen Teheran in den Sicherheitsrat einbringen.

    Das teilte Zalmay Khalilzad, US-Botschafter in der UNO, am Dienstag mit, berichtet RIA-Novosti-Korrespondent aus New York.

    Die USA und die EU-Troika (Großbritannien, Frankreich und Deutschland) erwägen neue Sanktionen gegen Teheran. Russland und China äußern die Meinung, dass es fehl am Platze sei, den Druck auf Iran derzeit zu verstärken, da Teheran mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) intensiv zusammenarbeitet. US-Geheimdienste hatten am gestrigen Dienstag einen Bericht abgegeben, wonach Iran sein Atomwaffenprogramm bereits vor vier Jahren eingestellt hatte.

    „Iran verzichtete 2003 auf seine Militärprogramme unter Druck der Weltgemeinschaft. Das war nicht sein guter Wille. Jetzt muss der Druck verstärkt werden, weil Iran die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats nicht erfüllt und die Urananreicherung, das Reprocessing sowie die Schwerwasserverfahren nicht ausgesetzt hat, was ihn in den Besitz von Atomwaffen näher bringt“, sagte der US-amerikanische UN-Botschafter.

    „Die Bedeutung der Informationen der Geheimdienste darf weder überschätzt noch unterschätzt werden“, fügte er hinzu.

    „Der Bericht der US-Geheimdienste wird helfen, die Situation um diese Frage zu entschärfen“, heißt es in einer Erklärung des IAEO-Generaldirektors Mohammed ElBaradei.

    „Diese neue Einschätzung der USA muss zur Entschärfung der heutigen Krise verhelfen. Zugleich muss das Iran zu einer intensiveren Zusammenarbeit mit der IAEO veranlassen, um spezielle Aspekte seines früheren und heutigen Atomprogramms zu klären“, so ElBaradei.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte nach seinem Treffen mit dem iranischen Sicherheitsratssekretär Said Dschalili am Dienstag, Iran halte an der Zusammenarbeit mit der IAEO fest und halte den Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen ein.