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    Israel warnt Russland vor Kernbrennstoff-Lieferung an Iran

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    Trotz des Entwarnungsberichts der US-Geheimdienste verdächtigt Israel Iran weiter, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu betreiben, und warnt Russland, Brennstäbe für das iranische Atomkraftwerk Bushehr zu liefern.

    MOSKAU, 05. Dezember (RIA Novosti). Trotz des Entwarnungsberichts der US-Geheimdienste verdächtigt Israel Iran weiter, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu betreiben, und warnt Russland, Brennstäbe für das iranische Atomkraftwerk Bushehr zu liefern.

    Russland habe bisher keinen Kernbrennstoff nach Iran geliefert und Tel Aviv hoffe, dass es auch zu keinen Lieferungen kommen werde, sagte der israelische Minister für strategische Planungen, Avigdor Lieberman, in einem Gespräch mit der Zeitung "Jerusalem Post".

    In einer Stellungnahme zum US-Geheimdienstbericht, dem zufolge Iran den Atomwaffenbau bereits 2003 eingestellt haben soll, mutmaßte Lieberman, dass die Iraner den größten Teil ihres Atomprogramms vor den Amerikanern geheimhalten konnten. Am Vortag hatte der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak geäußert, dass Iran laut israelischen Angaben den Atomwaffenbau 2003 nur zeitweilig ausgesetzt und dann wahrscheinlich wieder aufgenommen habe.

    Lieberman kritisierte auch die russischen Waffenlieferungen an Syrien, gab jedoch zu, dass Russland sein Versprechen hält und Syrien nur Verteidigungswaffen verkauft.

    Das iranische Atomkraftwerk Bushehr wird von russischen Spezialisten unter Kontrolle der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) errichtet. Die ursprünglich für 1999 geplante Inbetriebnahme wurde aus verschiedenen Gründen bereits mehrmals verschoben. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte in diesem Oktober, die Kernbrennelemente für Bushehr würden geliefert, sobald der Termin der Inbetriebnahme bekannt würde.

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