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    Fall Stortschak: Ermittler beschlagnahmen eine Million US-Dollar

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    MOSKAU, 05. Dezember (RIA Novosti). In der Wohnung des stellvertretenden russischen Finanzministers Sergej Stortschak, dem die versuchte Unterschlagung von Staatsmitteln angelastet wird, ist eine Million US-Dollar im Äquivalent sichergestellt worden. Das sagte der Abteilungschef des Untersuchungskomitees der russischen Generalstaatsanwaltschaft Dmitri Dowgi in einem Interview mit der „Rossijskaja gaseta“.

    „Bei den Durchsuchungen wurden sowohl in den Diensträumen der Angeklagten als auch in ihren Wohnsitzen zahlreiche Dokumente, darunter in elektronischer Form, eingezogen (…) Wir meinen damit beschlagnahmte Dokumente, die die Anschuldigungen gegen Stortschak und (die mitangeklagten) Wolkow und Sacharow bestätigen“, sagte Dowgi.

    Laut dem Untersuchungsrichter ist das Ermittlungsverfahren erst vor kurzem eingeleitet worden. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir neue Schuldbeweise gegen alle drei Angeklagten sammeln werden“, sagte Dowgi.

    Stortschak war am 15. November dieses Jahres festgenommen worden. Am 16. November wurde vom Gericht der Haftbefehl gegen ihn erteilt. Das Untersuchungskomitee der Generalstaatsanwaltschaft beschuldigt Stortschak der versuchten Veruntreuung von mehr als 43 Millionen US-Dollar Staatsmittel.

    Der russische Vize-Premier und Finanzminister Alexej Kudrin ersuchte gegen eigene Bürgschaft um eine Änderung der gegen seinen Stellvertreter angewendeten Unterbindungsmaßnahme und bat um ein persönliches Treffen mit ihm. Der Bitte wurde nicht entsprochen.

    Das Moskauer Stadtgericht hat am 3. Dezember die Berufung der Anwälte von Stortschak gegen seine Verhaftung abgewiesen.

    „Ich bin überzeugt, dass diese Verhaftung notwendig war. Beamte von so hohem Rang, die Verbrechen unter Amtsmissbrauch begehen, dürfen nicht auf freiem Fuß bleiben. Wir vernehmen heute seine Unterstellten als Zeugen. Dem Untersuchungsteam liegen Angaben vor, denen zufolge Stortschak, wenn er auf freiem Fuß geblieben wäre, die Zeugen unter Druck gesetzt und versucht hätte, die ihn kompromittierenden Dokumente, die damals noch nicht entdeckt wurden, zu vernichten“, sagte Dowgi.

    Nach den Haftbedingungen für Stortschak gefragt, sagte Dowgi, er halte sich in einer Doppelzelle im Untersuchungsgefängnis Lefortowo auf, wo es einen Kühlschrank und ein Fernsehgerät gebe.

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