02:33 20 August 2017
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    Bericht der US-Geheimdienste wird Position Prags zur Raketenabwehr nicht beeinflussen

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    Der jüngst veröffentlichte Bericht der US-amerikanischen Geheimdienste, nach dem die Entwicklung von Atomwaffen durch den Iran nicht bestätigt werden kann, wird die Position Tschechiens bei den Raketenabwehr-Verhandlungen mit den USA nicht beeinflussen.

    MOSKAU, 05. Dezember (RIA Novosti). Der jüngst veröffentlichte Bericht der US-amerikanischen Geheimdienste, nach dem die Entwicklung von Atomwaffen durch den Iran nicht bestätigt werden kann, wird die Position Tschechiens bei den Raketenabwehr-Verhandlungen mit den USA nicht beeinflussen.

    Das erklärte das tschechische Außenministerium am Mittwoch nach Angaben westlicher Medien. Beide Länder hatten bereits ihre Gespräche über den Bau einer Radaranlage auf dem Territorium Tschechiens aufgenommen. Die tschechische Seite besteht darauf, dass im künftigen Abkommen festgeschrieben wird, "wem das künftige Radar gehört und wer für seine Sicherheit sorgt". Zudem solle das Papier den Modus für den Bau der Anlage enthalten.

    "Der Bericht wird die Position der Tschechischen Republik... zur möglichen Stationierung dieses Radars auf tschechischem Gebiet nicht beeinflussen. Der Bericht betrifft das Atomprogramm, nicht aber ein Programm zum Bau von Raketen. Und der Iran arbeitet nach dem letzteren Programm weiter", begründete das tschechische Außenamt seine Position.

    Das Außenministerium erinnerte daran, dass der Iran im vergangenen November über den Bau einer neuen Rakete vom Typ Ashura mit einer Rechweite von bis zu 2000 Kilometern informiert hatte. Die Rakete könnte Israel sowie US-amerikanische Militärstützpunkte im Nahen Osten erreichen.

    Die nächste Verhandlungsrunde zwischen tschechischen und amerikanischen Offiziellen über den Bau des Radars ist zum Dezember nach Prag einberufen. Die USA planen, das Radar bei Prag und zehn Abfangraketen im benachbarten Polen zu stationieren. Washington behauptet, dass ein globales Raketenabwehrsystem mit Elementen in Osteuropa zum Schutz vor möglicher Aggression von Seiten des Iran notwendig sei.

    Moskau hält die Argumente der USA für haltlos und bewertet die geplante Stationierung von Elementen der Raketenabwehr nahe der russischen Grenze als eine Gefahr für die eigene nationale Sicherheit.