22:19 18 August 2017
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    Kosovo-Status: Russlands Außenminister warnt vor einseitigen Handlungen

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    BRÜSSEL, 11. Dezember (RIA Novosti). Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat erneut vor einseitigen Handlungen bei der Lösung der Kosovo-Statusfrage gewarnt.

    "Massenmedien melden über das Bestreben mehrerer Staaten, die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats so zu interpretieren, um die Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo zu rechtfertigen, falls diese Unabhängigkeit einseitig ausgerufen wird. Wir besprachen ausführlich diesen Aspekt des Problems. Russlands Position besteht darin, dass es genauso gefährlich ist, die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats einseitig zu interpretieren, wie auch jegliche Handlungen einseitig zu unternehmen, die das Völkerrecht untergraben", sagte Lawrow nach einem Treffen mit den EU-Außenministern.

    Der russische Außenminister betonte, dass der UN-Generalsekretär in die geplanten einseitigen Interpretationen der UN-Resolution Nr. 1244 zum Kosovo einbezogen werden soll.

    "Wir brachten unsere feste Überzeugung zum Ausdruck, dass jene Staaten, die die höchste UN-Amtsperson in die einseitige Interpretation der Entscheidung des Sicherheitsrates einbeziehen wollen, dem Generalsekretär einen sehr schlechten Dienst erweisen", betonte Lawrow.

    "Wir sind überzeugt, dass die Institution des UN-Generalsekretärs komplett erhalten bleibt und nicht in Misskredit gebracht wird. Wir werden dafür alles tun", fügte er hinzu.

    Am Montag lief das 120-tägige Mandat der Kosovo-Troika (Russland, USA und EU) ab, das vom UN-Sicherheitsrat für die Direktverhandlungen mit Konfliktparteien zum Kosovo-Status erteilt worden war.

    Am vergangenen Freitag wurde der Troika-Bericht dem UN-Generalsekretär Ki Moon vorgelegt und am selben Abend dem Sicherheitsrat übergeben.

    In dem Bericht wurde festgestellt, dass es den Konfliktseiten (Belgrad und Pristina) nicht gelungen ist, eine Übereinkunft über die Statusfrage zu erzielen. Die Kosovo-Regierung besteht weiterhin auf Unabhängigkeit, Serbien dagegen bietet eine umfassende Autonomie dieser südserbischen Provinz an.

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