12:16 23 August 2017
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    Tschechien und USA setzen Raketenabwehr-Verhandlungen fort

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    Tschechien und die USA verhandeln am Dienstag in Prag erneut über ein Abkommen, auf dessen Grundlage ein US-Radar auf tschechischem Territorium stationiert werden soll.

    WARSCHAU, 11. Dezember (RIA Novosti). Tschechien und die USA verhandeln am Dienstag in Prag erneut über ein Abkommen, auf dessen Grundlage ein US-Radar auf tschechischem Territorium stationiert werden soll.

    Das meldete die Nachrichtenagentur CTK unter Hinweis auf das tschechische Verteidigungsministerium.

    Voraussichtlich werden in dem Abkommen Einzelheiten zur Stationierung des Radars auf dem Testgelände Brdy, 90 Kilometer von Prag entfernt, sowie der Rechtsstatus der US-Militärs in Tschechien bestimmt.

    Wie der Sprecher des tschechischen Verteidigungsministeriums, Jan Pejsek, sagte, werden in dem Abkommen auch Umweltschutzfragen gelöst.

    Aller Wahrscheinlichkeit nach endet diese Verhandlungsrunde am Donnerstag.

    Anfang November teilte Tomas Pojar, tschechischer Vizeaußenminister und Chefunterhändler zur Raketenabwehr, mit, dass tschechische Militärs sowohl in der US-Raketenabwehragentur (U.S. Missile Defense Agency) als auch im Leitzentrum in Colorado Springs arbeiten werden.

    Ihm zufolge wird Prag keine Pacht für das Grundstück erheben, wo die US-Raketenabwehrbasis stationiert werden soll. Alle Ausgaben für den Bau und den Betrieb des Radars tragen die Amerikaner.

    Laut U.S. Missile Defense Agency werden die Gesamtkosten des Radars 260 Millionen Dollar betragen. Der Teil der US-Raketenabwehr in Tschechien wird von etwa 200 Personen, darunter von 120 US-amerikanischen Militärs, bedient werden. Die USA wollen einen auf den Marshall-Inseln stationierten Radar nach Tschechien bringen, dessen Ortswechsel insgesamt 125 Millionen US-Dollar kosten soll.

    Die tschechische Parlamentsopposition fordert derweil ein Referendum über die Stationierung der US-Raketenabwehrbasis.

    Nach Angaben eines US-Meinungsforschungsinstituts sind 51 Prozent der Tschechen gegen die Aufstellung des Radars.

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