22:24 22 August 2017
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    Russland und Westen über Kosovo-Status uneins - "Iswestija"

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    MOSKAU, 11. Dezember (RIA Novosti). Nach den USA hat jetzt also auch die Europäische Union ihre Haltung zum Kosovo-Status festgelegt.

    Der weitere Verlauf der Ereignisse lässt sich ohne weiteres vorhersagen: Pristina wird die "staatliche Souveränität" ausrufen und die Abtrennung von Serbien bekannt geben. Die USA, die EU und noch einige nicht zur EU gehörenden Balkanstaaten werden die Souveränität sofort anerkennen. In dem Moment wird Russland jedoch in den Vordergrund treten. Gerade von ihm hängt es ab, ob die Unabhängigkeit des Kosovo im UN-Sicherheitsrat bestätigt oder die aufmüpfige Provinz nach wie vor "individuell" anerkannt wird.

    Alle Versuche des Westens, Moskau zu beeinflussen und dazu zu bewegen, eine gemeinsame Position zu finden, sind misslungen. Die sonst recht zurückhaltenden europäischen Diplomaten können in Privatgesprächen ihren Ärger nicht verbergen: Welcher Sinn habe dieser Widerstand, wenn alles bereits entschieden und die Unabhängigkeit des Kosovo unvermeidlich ist?

    Russland lässt sich von diesen Reden nicht verwirren: Der Westen hat alles entschieden und versucht nun, die Russen von der Richtigkeit seiner Schritte zu überzeugen. Aber das könnten die Europäer nicht, es fehlt an Argumenten.

    Warum müssen wir vorbehaltlos die merkwürdige Formel akzeptieren, nach der das Kosovo ein einzigartiger Fall sei, während die Serbische Republik in Bosnien, Abchasien, Transnistrien oder Berg-Karabach es nicht sind?

    Wieso müssen wir nach dem Beispiel des Westens die Augen vor der Gefahr verschließen, die der albanische Nationalismus für die Region, ja ganz Europa darstellt? Heute ist es das Kosovo. Morgen sind vielleicht die von Albanern besiedelten Gebiete in Südserbien (Presevo, Medvedja, Bujanovac) an der Reihe. Übermorgen womöglich Mazedonien, in welchem die albanische "Befreiungsarmee" die Sache einmal bereits bis zu einem Bürgerkrieg getrieben hat. Übrigens gibt es auch in Montenegro geballte Albanersiedlungen. Wo ist die Garantie, dass sie nicht eines Tages beschließen, ihre "Souveränität" mit der Waffe in der Hand zu behaupten?

    Warum schließlich darf Serbien zerstückelt werden, das Kosovo aber keinesfalls? Warum wird die durchaus logische Variante, von der Region zumindest den an Serbien grenzenden und von Serben bevölkerten Bezirk der Stadt Mitrovica abzutrennen, nicht einmal erörtert?

    Viel zu viele Fragen ohne Antwort. Wollen Sie sich keine Gedanken darüber machen - bitte schön. Ziehen Sie es vor, sich Illusionen hinzugeben - ganz nach Belieben! Nur: Zwingen sie Russland nicht dazu, fremde Resolutionen, die es als irrtümlich und ungerecht betrachtet, abzustempeln. Bitte Russland nicht zur Mittäterschaft verleiten. Wir werden Serbien nicht abtöten helfen. Auch nicht den aggressiven Separatismus fördern.

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