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    Atomstreit: Ahmadinedschad bezeichnet US-Entwarnungsbericht als Fortschritt

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    TEHERAN, 11. Dezember (RIA Novosti). Als einen Vorwärtsschritt hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad den jüngsten Bericht der US-Geheimdienste gelobt, dem zufolge Iran keine Atomwaffen baut.

    "Wir beurteilen diesen Bericht positiv und sehen ihn als einen Schritt nach vorne", sagte Ahmadinedschad am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Teheran. Er rief die USA auf, weitere Schritte zu machen.

    Das iranische Atomprogramm trage einen ausschließlich friedlichen Charakter, was auch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) bestätigt habe, betonte Ahmadinedschad. Der US-Bericht ebenso wie der jüngste Bericht des IAEO-Chefs Mohamed ElBaradei haben ihm zufolge jeden Verdacht am iranischen Atomprogramm ausgeräumt.

    Nach einem vorige Woche in Washington veröffentlichten Bericht der US-Geheimdienste soll das iranische Militär bis Herbst 2003 an Atomwaffen gebaut haben. Danach wurde das iranische Atomwaffenprogramm gestoppt. Teheran ließ daraufhin wissen, es habe niemals an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet.

    Trotz des Entwarnungsberichts sprach sich US-Präsident George W. Bush für weiteren Druck gegen Iran aus, um den Atomstreit auf diplomatischem Wege zu lösen. Die Vereinten Nationen befürchten, dass der Nahost-Staat heimlich an Atomwaffen baut, und fordern von Teheran den Verzicht auf die Urananreicherung. Der Weltsicherheitsrat verabschiedete bereits zwei Resolutionen, die Sanktionen gegen Iran beinhalteten.

    Trotzdem weigert sich die Regierung in Teheran, die Urananreicherung einzustellen. Die IAEO hat unterdessen Fortschritte bei der Kooperation mit Iran zur Klärung der strittigen Fragen des iranischen Atomprogramms gemeldet. ElBaradei sagte im November, dass die IAEO-Inspektoren in Iran keine abweichende Nutzung von Atommaterial festgestellt hätten.

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