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    Wahl in Georgien: Beobachter berichten über Manipulationen

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    Bei der vorgezogenen Präsidentenwahl in der Kaukasusrepublik Georgien haben unabhängige Beobachter bereits Dutzende Verstöße gegen das Wahlgesetz registriert.

    TIFLIS, 05. Januar (RIA Novosti). Bei der vorgezogenen Präsidentenwahl in der Kaukasusrepublik Georgien haben unabhängige Beobachter bereits Dutzende Verstöße gegen das Wahlgesetz registriert.

    In einem Wahllokal in Kachetien im Osten des Landes hatte ein Wähler einen ganzen Packen gefälschter Stimmzettel in die Urne geworfen, teilte der russische Wahlbeobachter Nikolai Sudow mit. Die Koalition der georgischen Nichtregierungsorganisationen (KNO), die zu der heutigen Wahl mehr als 3 000 Beobachter gestellt hat, berichtete bereits über 40 Verstöße gegen das Wahlgesetz. In den meisten Fällen handle es sich um Wahlwerbung für den bisherigen Präsidenten Michail Saakaschwili direkt in den Wahllokalen sowie um gefälschte Stimmzettel und Wahllisten, hieß es.

    Um das Präsidentenamt bewerben sich insgesamt sieben Kandidaten. Unter ihnen ist der bisherige Amtsinhaber Michail Saakaschwili, der nach den Massenprotesten im November in eine vorgezogene Neuwahl einwilligen musste. Die 3,4 Millionen stimmberechtigte Georgier im In- und Ausland sind außerdem aufgerufen, auch über einen Beitritt ihres Landes zur NATO und über den Termin der nächsten Parlamentswahl abzustimmen.

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