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    Präsidentenwahl in Georgien: Opposition spricht von massiven Manipulationen

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    Bei der vorgezogenen Präsidentenwahl in der Kaukasusrepublik Georgien wirft Oppositionskandidat Badri Patarkazischwili der Regierung massive Manipulationen vor und ruft die Weltgemeinschaft auf, den Urnengang als nicht legitim einzustufen.

    TIFLIS, 05. Januar (RIA Novosti). Bei der vorgezogenen Präsidentenwahl in der Kaukasusrepublik Georgien wirft Oppositionskandidat Badri Patarkazischwili der Regierung massive Manipulationen vor und ruft die Weltgemeinschaft auf, den Urnengang als nicht legitim einzustufen.

    "Bei dem heutigen Urnengang wird das Wahlgesetz grob verletzt, was zahlreiche Foto- und Videomaterialien nachweisen. Doch eine Reaktion der Regierung bleibt aus", erklärte eine Sprecherin von Patarkazischwilis Wahlstab auf einer Sonderpressekonferenz am Samstag. Ihr zufolge greift die Regierung zu Gewalt, Erpressung und Wählerbestechung, um das Wahlergebnis zu beeinflussen. "Diese groben Verletzungen des Wahlgesetzes ziehen die Legitimität der Wahlen in Zweifel", sagte sie.

    Georgien wählt heute ein neues Staatsoberhaupt. Neben dem bisherigen Präsidenten Michail Saakaschwili, der nach den Massenprotesten im vergangenen November zurücktreten und in eine vorgezogene Neuwahl einwilligen musste, bewerben sechs weitere Kandidaten um das Präsidentenamt.

    Bei dem heutigen Urnengang sind 3,4 Millionen stimmberechtigte Georgier im In- und Ausland zudem aufgerufen, auch über einen Beitritt ihres Landes zur NATO und über den Termin der nächsten Parlamentswahl abzustimmen. Nach Angaben der Beobachter lag die Wahlbeteiligung um 17.00 Uhr Ortszeit zwischen 33 und 46 Prozent, berichtet die Nachrichtenagentur Nowosti-Grusia.

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