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    Präsidentenwahl in Russland: Wahlleitung bemängelt Unterschriftenliste von Kasjanow

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    Die Fehlerquote in den Unterschriftenlisten von Präsidentenkandidat Michail Kasjanow übersteigt das zulässige Höchstlimit, berichtet die Zeitung "Wedomosti" am Montag.

    MOSKAU, 21. Januar (RIA Novosti). Die Fehlerquote in den Unterschriftenlisten von Präsidentenkandidat Michail Kasjanow übersteigt das zulässige Höchstlimit, berichtet die Zeitung "Wedomosti" am Montag.

    Wie aus der Zentralen Wahlkommission nahe stehenden Kreisen zu vernehmen war, wurden bereits 7,5 Prozent der Unterschriften bei zulässigen fünf Prozent aussortiert.

    Indes verblüfft Ex-Premier Kasjanow die Wahlleitung durch sein völliges Desinteresse an der Überprüfung, bei der viele Fragen entstehen. Weder Kasjanow noch seine Vertreter sind aber bei der Kontrolle der Unterschriften anwesend.

    Wie Elwira Jermakowa, Mitglied der Zentralen Wahlkommission, in einem "Wedomosti"-Interview mitteilte, wurde Kasjanow bereits mitteilt, dass seine Vertreter anwesend sein dürfen. Am Mittwoch wolle die Kommission einen Bericht über die ermittelten Mängel an Kasjanow schicken, hieß es. "Es handelt sich um eine große Menge an aussortierten Unterschriften, deshalb müssen wir Kasjanow anhören."

    Bislang wurde die Hälfte der gesammelten zwei Millionen Unterschriften geprüft.

    "Kasjanow ist sich bewusst, dass die Entscheidung, ob er registriert wird oder nicht, einen politischen Charakter haben wird", erklärt der Politologe Michail Winogradow die demonstrative Gelassenheit des ehemaligen Premiers. "Nachdem er alle offiziellen Registrierungsstadien absolviert, will er seine Ansprüche auf den Status eines Oppositionsführers kundtun."

    Für seine Nominierung als Präsidentschaftskandidat musste Kasjanow zwei Millionen Unterschriften von russischen Wahlberechtigten vorlegen, weil er keine der in der Staatsduma vertretenen Parteien repräsentiert. Der Anteil des "Ausschusses" an den vorgelegten Unterschriften darf dabei nicht mehr als fünf Prozent der Gesamtzahl betragen.

    Nach der Überprüfung von mehr als 50 Prozent der Unterschriften, die für den Präsidentschaftskandidaten Andrej Bogdanow, Chef der Demokratischen Partei, abgegeben wurden, sind bis jetzt drei Prozent aussortiert worden.

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