02:02 19 August 2017
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    Präsidentenwahl in Serbien - ungewöhnlich hohe Beteiligung und optimistische Kandidaten

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    Der Sieger der ersten Runde der Präsidentenwahl in Serbien, Vizechef der Serbischen Radikalpartei, Tomislav Nikolic, und der jetzige Amtsinhaber Boris Tadic (Demokratische Partei), haben sich optimistisch in Bezug auf die Stichwahl gezeigt.

    BELGRAD, 21. Januar (RIA Novosti). Der Sieger der ersten Runde der Präsidentenwahl in Serbien, Vizechef der Serbischen Radikalpartei, Tomislav Nikolic, und der jetzige Amtsinhaber Boris Tadic (Demokratische Partei), haben sich optimistisch in Bezug auf die Stichwahl gezeigt.

    "Serbien hat mein Streben nach Wandlungen völlig verstanden, wir haben Voraussetzungen für den Sieg in der zweiten Runde geschaffen", sagte Nikolic nach Bekanntgabe der Ergebnisse.

    Nach der ersten Auszählung der Stimmen lag der Herausforderer mit 39,57 Prozent gegenüber 35,45 Prozent von Tadic deutlich vorn.

    "Mit großem Optimismus warte ich auf die Stichwahl und bin von einem Sieg überzeugt", sagte seinerseits Tadic. Er zeigte auch seine Zuversicht, dass bei der Stichwahl der Kampf neu beginnt und dass Serbien "auf den europäischen Weg nicht verzichten" werde. Der jetzige Präsident fügte hinzu, dass er am 3. Februar in der zweiten Wahlrunde "einen historischen Sieg erzielen" werde.

    Die Präsidentenwahl am Sonntag überraschte mit einer ungewöhnlich hohen Wahlbeteiligung. Mit über 61 Prozent der Wahlteilnehmer ist es das beste Ergebnis seit 1990.

    Die hohe Aktivität der Wähler führen die Experten auf das Streben der Serben zurück, sich an der Bestimmung der Zukunft des Landes unmittelbar zu beteiligen. Tadic und Nikolic stehen für entgegengesetzte Entwicklungsmodelle für Serbien vor, in erster Linie in bezug auf die Außenpolitik.

    Der amtierende Präsident setzt sich für eine engere Zusammenarbeit mit der Europäischen Union ein, Nikolic will eine Wende in der politischen Agenda einleiten und die Zusammenarbeit insbesondere mit Russland ausbauen.

    Der Soziologe Srobran Brankovic verknüpft den regen Urnengang der Wahlberechtigten mit der Situation um das Kosovo.

    Experte Vukadinovic äußerte die Meinung, dass viele Serben die Präsidentenwahl als eine Art Referendum über den EU-Beitritt betrachten.