05:14 24 August 2017
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    OSZE-Kommissar fordert starke internationale Präsenz im Kosovo

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    Kosovo-Unabhängigkeit (220)
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    DEN HAAG, 21. Januar (RIA Novosti). In der Provinz Kosovo muss es nach Ansicht von Knut Vollebaek, OSZE-Hochkommissar für nationale Minderheiten, weiterhin eine "starke internationale Präsenz geben".

    "Ich hoffe, dass die Völkergemeinschaft, darunter auch die OSZE, bei der Lösung dieser komplizierten Frage entschlossen bleiben wird", sagte Vollebaek vor seinem am Montag beginnenden Russland-Besuch.

    Bei seiner fünftägigen Kosovo-Reise in der vergangenen Woche fielen ihm nach eigenen Worten praktische Probleme auf. Er erwähnte Schwierigkeiten mit den Eigentumsrechten in der Provinz, die großen Zukunftsängste der Einwohner und deren Wunsch, dass die internationalen Beobachter weiterhin bleiben.

    Die Kosovo-Behörden räumen ein, dass eine große internationale Präsenz für den Aufbau einer multiethnischen Gesellschaft mit gleichen Rechten notwendig ist.

    "Ich war vom Streben der Kosovo-Behörden positiv beeindruckt, gleiche Bedingungen und Möglichkeiten für alle ethnischen Gruppen zu schaffen, unabhängig davon, wie der zukünftige Status dieser Region sein wird", sagte Vollebaek.

    Einige der Gesetze über die ethnischen Gruppen und die Sprachen, die im Kosovo bereits verabschiedet oder anvisiert sind, seien fortschrittlicher als in vielen europäischen Ländern, so der Diplomat. "Wichtig ist, dass diese Gesetze in vollem Umfang in die Praxis umgesetzt werden."

    Das Amt eines OSZE-Minderheitsbeauftragten war 1992 geschaffen worden, um beim Abbau von ethnischen Spannungen zu helfen, die Frieden, Stabilität und gutnachbarliche Beziehungen zwischen den OSZE-Mitgliedsländern gefährden können. Der Norweger Vollebaek löste im August seinen niederländischen Kollegen Max van der Stoel auf dem Posten ab.

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