10:56 24 August 2017
SNA Radio
    Politik

    London dementiert Berichte über Ausweisung russischer Diplomaten

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 212
    LONDON, 21. Januar (RIA Novosti). Das britische Außenamt wird keine diplomatischen Schritte gegen Russland im Konflikt um die British-Council-Büros in Russland unternehmen.

    Das bestätigte ein Foreign-Office-Sprecher am Montag einem RIA-Novosti-Korrespondenten.

    Am Vortag hatte die "Mail on Sunday" behauptet, die britische Regierung habe vor, rund 30 russische Diplomaten auszuweisen, die angeblich Geheimdienstagenten sind.

    Die Tageszeitung "Guardian" hatte zuvor mitgeteilt, Großbritannien verhandle mit EU-Partnern und den USA über zusätzliche Maßnahmen gegen Russland.

    "Wir erörtern die Entwicklung der außenpolitischen Situation mit unseren Partnern in der EU und in anderen Ländern", sagte der Sprecher. "Der Außenminister hat aber deutlich zu verstehen gegeben, dass wir die Aktionen der russischen Behörden gegenüber British Council in keiner Weise erwidern werden."

    Der Sprecher des britischen Außenministeriums verwies darauf, dass sich "Großbritannien stets für Dialog und Zusammenarbeit zwischen der EU und Russland eingesetzt hat". "Wir hoffen, dass die jetzigen Barrieren auf dem Weg zur Aufnahme von Verhandlungen über ein neues Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Union und Russland bald beseitigt werden können."

    Die Filialen des dem britischen Außenamt unterstellten Kulturinstituts waren aufgefordert worden, zum 1. Januar ihre Tätigkeit in Russland einzustellen. Als Grund gaben die russischen Behörden fehlende Rechtsgrundlagen an. Die britischen Kultureinrichtungen hatten nach den Weihnachtsferien trotz des Verbots ihre Türen wieder geöffnet.

    Aus diesem Grund drohte das russische Außenministerium daraufhin, den Mitarbeitern der britischen Generalkonsulate in Sankt Petersburg und Jekaterinburg keine Einreisevisa zu erteilen.

    Ende vergangener Woche lenkte British Council ein und schloss seine Büros in Sankt Petersburg und Jekaterinburg.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren