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    Kuba: Schicksal von Fidel Castro als Staatsoberhaupt wird am 24. Februar bekannt gegeben

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    BUENOS AIRES, 21. Januar (RIA Novosti). Die neue Zusammensetzung des Staatsrates - des höchsten exekutiven Machtorgans der Republik Kuba - wird erst am 24. Februar bekanntgegeben.

    Das teilte die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina mit Hinweis auf den kommissarischen Staatschef Raul Castro am Montag mit.

    Eben an diesem Tag, am 24. Februar 1976, wurde die neue kubanische Verfassung ausgerufen.

    Am gestrigen Sonntag hat die Parlamentswahl auf Kuba stattgefunden. Diesmal verlief sie in einer ungewöhnlichen Situation.

    Fidel Castro Ruz, der seit 1959 den Posten des Staatsrates der Republik Kuba bekleidet, wurde im Juli 2006 einer schweren Darmoperation unterzogen und musste alle höheren Staatsposten an seinen Bruder Raul Castro abtreten. Trotz der lang andauernden Krankheit wurde er im Dezember 2007 als Kandidat für das Parlament von den Wählern der Stadt Santiago de Cuba - der Wiege der kubanischen Revolution - vorgeschlagen.

    Nach der kubanischen Verfassung muss ein Bewerber um den höchsten Staatsposten unbedingt erst ins Parlament gewählt werden.

    An der gestrigen Parlamentswahl beteiligte sich Fidel in einem geschlossenen medizinischen Zentrum, wo er sich zur Behandlung nach der Operation befindet. In seiner Ansprache an die Wählerschaft, die die kubanischen Medien veröffentlichten, teilte er mit, dass er seine Stimme für die ganze Kandidatenliste abgegeben hatte. Seine Ansprache schloss er mit den traditionellen Worten "Patria o muerte! Venceremos!" ab.

    Seine Kampfgefährten, der Parlamentschef Ricardo Alarcon und sein Bruder Raul Castro Ruz, haben früher bekannt gegeben, dass sie für seine Neuwahl zum höchsten Staatsposten stimmen würden.

    Die Wählerbeteiligung ist bei der diesjährigen Parlamentswahl sehr aktiv gewesen: Laut vorläufigen offiziellen Angaben sind reichlich 90 Prozent der Wahlberechtigten am Sonntag zu den Wahlurnen gekommen.

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