02:33 20 August 2017
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    Verhandlungen über Kosovo-Status nicht ausgeschöpft - griechische Außenministerin

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    ATHEN, 21. Januar (RIA Novosti). Griechenland vertritt die Auffassung, dass das Potential der Verhandlungen über den Kosovo-Status noch nicht ausgeschöpft ist. Das sagte die griechische Außenministerin Dora Bakoyanni am Montag.

    „Wir sind der Meinung, dass die diplomatischen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft sind“, sagte die Ministerin nach einem Treffen mit ihrem serbischen Amtskollegen Vuk Jeremic zu Journalisten in Athen.

    Bakoyanni gab zu verstehen, dass Griechenland eine einseitige Proklamierung der Unabhängigkeit des Kosovo als unerwünscht erachtet.

    „Wir betrachten die Perspektive einseitiger Handlungen, die zu Spannungen führen könnten, wie bislang mit großer Vorsicht“, sagte die Ministerin.

    Die Verhandlungen über den Status der Region, die im zweiten Halbjahr 2007 unter der Schirmherrschaft der Kosovo-Kontaktgruppe - Russland USA und EU - geführt worden waren, haben keine Ergebnisse gezeitigt. Der UN-Sicherheitsrat nahm den Bericht des Vermittler-Trios entgegen, fasste jedoch keinen Beschluss dazu.

    Vertreter der USA und der EU äußerten dazu, dass die Möglichkeiten für einen Dialog ausgeschöpft seien und der Status der Region im Rahmen der Europäischen Union und der Nato zu bestimmen sei. Russland vertritt hingegen die Ansicht, dass die Festlegung des Status des Kosovo nur bei Zustimmung der beiden Seiten möglich ist.