10:51 19 Oktober 2018
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    Präsidentenkandidat Kasjanow sieht politischen Druck hinter Fälschungsvorwürfen

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    Als politischen Druck hat das Wahlteam von Ex-Premier Michail Kasjanow den Vorwurf der Staatsanwaltschaft bezeichnet, massiv die Unterschriftenlisten zur Wahlregistrierung gefälscht zu haben.

    MOSKAU, 22. Januar (RIA Novosti). Als politischen Druck hat das Wahlteam von Ex-Premier Michail Kasjanow den Vorwurf der Staatsanwaltschaft bezeichnet, massiv die Unterschriftenlisten zur Wahlregistrierung gefälscht zu haben.

    "Wir sehen das als politischen Druck an", sagte Kasjanows Sprecherin Jelena Dikun am Dienstag.

    Wenige Stunden zuvor hatte die Generalstaatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Unterschriftenfälschung gegen das Wahlkampfteam des Oppositionskandidaten Michail Kasjanow eingeleitet. Es gehe dabei um Unterschriften für die Kandidatur Kasjanows zur Präsidentenwahl am 2. März, hieß es. Unterschriftenfälschungen seien in der Stadt Rybinsk im Wolga-Gebiet sowie in der Teilrepublik Mari El festgestellt worden, teilte Tatjana Tschernyschowa, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, mit.

    Nach ihren Worten handelt es sich um die Fälschung von mehr als 15 500 Unterschriften. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war es den Vertretern Kasjanows in der Republik Mari El gelungen, lediglich 7 000 Unterschriften zu sammeln. Deshalb fälschten sie am 9. und am 10. Januar mehr als 12 000 Unterschriften für ihren Kandidaten.

    Die Präsidentschaftskandidaten Michail Kasjanow und Andrej Bogdanow, deren Parteien nicht in der Staatsduma vertreten sind, mussten nach russischem Recht jeweils zwei Millionen Unterschriften sammeln, um kandidieren zu können. Die Fehlerquote in den Unterschriftenlisten darf dabei nicht mehr als fünf Prozent betragen.

    Kasjanow war unter Wladimir Putin Ministerpräsident, wurde aber 2004 entlassen und wurde zum Kritiker des russischen Präsidenten.

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