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    Abchasien lehnt Rückkehr nach Georgien ab

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    MOSKAU, 22. Januar (RIA Novosti). Der Außenminister von Abchasien, Sergej Schamba, hält es für ausgeschlossen, dass die abtrünnige Republik wieder ein Teil Georgiens wird.

    „Wir hören schon seit langen das Versprechen, Abchasien in den Bestand Georgiens zurückzubringen. Diese Politik begann nicht unter Saakaschwili, sondern viel früher. Und sie ändert sich nicht in Abhängigkeit von der Ablösung der georgischen Staatschefs.

    Wie haben uns daran gewöhnt. Diese Politik führte dazu, dass Abchasien und Georgien für immer auseinander gegangen sind“, sagte Schamba RIA Novosti.

    Ihm zufolge wird Abchasien die Beziehungen mit Georgien nur zu gutnachbarlichen und gegenseitig vorteilhaften Bedingungen gestalten.

    „Solche Vorschläge können wir zur Erörterung annehmen. Alle anderen Projekte, über die Saakaschwili spricht, sind irreal. Sie zeigen ein weiteres Mal, dass die georgische Führung nicht begreift, was in Wirklichkeit in den georgisch-abchasischen Beziehungen geschehen ist“, fügte der Außenminister hinzu.

    Er dementierte auch die Meldungen georgischer Medien, dass Georgien mit Abchasien Geheimverhandlungen führe.

    „Der Verhandlungsprozess zwischen Suchumi und Tiflis wurde aus dem Grund ausgesetzt, weil Georgien alle erzielten Abkommen grob verletzt hat. Solange es auf diese Abkommen nicht zurückkommt, kann es keinen Verhandlungsprozess geben. Wozu müssen wir neue Abkommen unterzeichnen, wenn die alten verletzt werden“, sagte der Außenminister.

    „Wir haben derzeit keine Kontakte mit der georgischen Seite. Wenn irgendwelche Umstände entstehen werden, die erörtert werden müssen, so sind wir dazu bereit“, erklärte Schamba.

    Der Verhandlungsprozess zwischen Suchumi und Tiflis, der bereits Ende 1993 unter Vermittlung der UNO begann, wurde abgebrochen, nachdem Georgien im Juli 2006 seine Truppen ins Kodori-Tal einmarschieren ließ.

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