20:44 17 Februar 2018
SNA Radio
    Politik

    Iran hält an Urananreicherung trotz Gefahr neuer UN-Sanktionen fest

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 01

    Selbst wenn der UN-Sicherheitsrat weitere Sanktionen gegen Iran verhängen würde, würde der Nahoststaat auf die Urananreicherung nicht verzichten. Das sagte der iranische Regierungssprecher Gholamhossein Elham.

    TEHERAN, 22. Januar (RIA Novosti). Selbst wenn der UN-Sicherheitsrat weitere Sanktionen gegen Iran verhängen würde, würde der Nahoststaat auf die Urananreicherung nicht verzichten. Das sagte der iranische Regierungssprecher Gholamhossein Elham.

    Am Dienstag treffen sich die Außenminister der so genannten Sechser-Gruppe (Russland, USA, Frankreich, China, Großbritannien und Deutschland) in Berlin, um über weitere Schritte zur Beilegung des Atomstreites mit Iran zu beraten. Es wird erwartet, dass die Minister den Entwurf einer neuen UN-Resolution mit Sanktionen gegen Teheran erörtern werden.

    "Das iranische Volk hält an seinen Zielen und seinen legitimen Rechten im Atombereich fest. Eine neue Resolution wird keine Auswirkungen auf unsere Politik haben", betonte Elham. Als unbegründet kritisierte er die Einbindung des UN-Sicherheitsrates in den Atomstreit und sprach sich für die Lösung der Probleme im Rahmen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) aus. "Wir empfehlen den Teilnehmern des heutigen Treffens (in Berlin), eine logische und legitime Vorgehensweise zu zeigen", sagte der Sprecher. Den weiteren Druck auf Iran bezeichnete er als unrechtmäßig.

    Die Vereinten Nationen befürchten, dass der Iran heimlich an Atomwaffen baut, und fordern von dem Nahost-Staat den Verzicht auf die Urananreicherung. Der Weltsicherheitsrat verabschiedete bereits zwei Resolutionen, die Sanktionen gegen Iran beinhalteten.

    Trotzdem weigert sich die Regierung in Teheran, die Urananreicherung einzustellen. Als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrages habe Iran das Recht auf Urananreicherung zu friedlichen Zwecken, begründet Teheran seine ablehnende Haltung.

    Die IAEO hat Ende vergangenen Jahres Fortschritte bei der Kooperation mit Iran zur Klärung der strittigen Fragen des iranischen Atomprogramms gemeldet. IAEO-Chef Mohammed ElBaradei sagte im November, dass die Inspektoren der Organisation in Iran keine abweichende Nutzung von Atommaterial festgestellt hätten. Nach Angaben der US-Geheimdienste soll das iranische Militär bis Herbst 2003 an Atomwaffen gebaut haben. Danach sei das iranische Atomwaffenprogramm gestoppt worden. Teheran behauptet, niemals an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet zu haben.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren