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    Nordkorea macht Einstellung seines Atomprogramms von den USA abhängig

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    MOSKAU, 22. Januar (RIA Novosti). Nordkorea pocht auf sein Recht der Wahl hinsichtlich der Einstellung seines Atomprogramms je nach der Erfüllung der Versprechung der USA, auf die feindliche Einstellung gegenüber Pjöngjang zu verzichten. Das berichtet die nordkoreanische Regierungszeitung „Minju Choson“ („Demokratisches Korea“) am Dienstag.

    Unter der Überschrift „Nicht nur die USA haben das Recht und die Freiheit der Wahl“ verweist das Blatt darauf, dass der Prozess der Abrüstung Nordkoreas von der Erfüllung der von Washington übernommenen Verpflichtungen abhänge.

    Im Rahmen der seit dem Jahr 2003 in Peking laufenden Sechsergespräche unter Beteiligung von Russland, China, Nordkorea, der Republik Korea, Japan und den USA hatte die US-Delegation versprochen, bis Ende vergangenen Jahres Nordkorea von der Liste der Länder zu streichen, die den Terrorismus unterstützen, und die gegen dieses Land verhängten Handelseinschränkungen abzuschaffen.

    „Es liegt auf der Hand, dass wir unter solchen Bedingungen unsere eigenen Verpflichtungen nicht einseitig erfüllen können“, unterstreicht die Zeitung.

    Entsprechend den Vereinbarungen der „Sechs“ vom 3. Oktober 2007 wurde von Nordkorea gefordert, bis zum 31. Dezember seine Atomobjekte im Versuchszentrum Yongbyon außer Betrieb zu setzen und alle seine Programme im Atombereich freizugeben. Die USA verwiesen darauf, dass diese Programme noch nicht voll offengelegt worden seien.

    Der Prozess der Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel liege im Rahmen „besonderer Umstände“ und könne nur vorankommen, wenn jeder Teilnehmer der Sechsergespräche gewissenhaft seinen Verpflichtungen nachkomme und dabei von dem Prinzip „Leistung gegen Leistung“ ausgehe, heißt es. Der Zeitung zufolge werde dieses Prinzip von den USA verletzt.

    Das Blatt verweist warnend darauf, dass die Versuche, Pjöngjang unter Druck zu setzen, zu nichts führen würden. „Die Kräfte des harten Konservatismus in den USA müssen begreifen, dass sie mit politischem Druck und durch eine militärische Konfrontation nichts durchsetzen können“, heißt es.

    Nordkorea erhebt seit den eigenen Atomwaffentests im Oktober 2006 Anspruch darauf, sich den „Nuklearstaaten“ anzuschließen. Für die Produktion dieser Waffen war waffenfähiges Plutonium verwendet worden, das aus abgebrannten nuklearen Brennelementen aus Yongbyon gewonnen worden war. Bis jetzt ist nicht bekannt, welche Mengen an nuklearer Munition Nordkorea besitzt.

    Im Rahmen der sechsseitigen Verhandlungen hatte Pjöngjang versprochen, auf weitere Entwicklungsarbeiten im Bereich der Atomwaffen zu verzichten - als Gegenleistung für die Beseitigung der Bedrohung von Seiten der USA und für internationale Energiehilfe zum Ausgleich seines Verzichtes auf die Nutzung der Atomenergie.

    Die Verhandlungen wurden wegen der Differenzen zwischen den USA und Nordkorea auf ungewisse Zeit verschoben.

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