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    Russischer UN-Botschafter über Eskalation von Gewalt im Nahen Osten besorgt (Zusammenfassung)

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    NEW YORK, 22. Januar (RIA Novosti). Russland ist über die Eskalation von Gewalt und über weitere Opfer unter der Zivilbevölkerung in der israelisch-palästinensischen Konfliktzone besorgt.

    Das sagte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin am Dienstag in einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. "Der Tod friedlicher Einwohner, ob Israelis oder Palästinenser, kann mit Nichts rechtfertigt werden", sagte Tschurkin.

    UN-Vizegeneralsekretär Linn Pasko teilte mit, dass seit Beginn der israelischen Operation auf dem Territorium Palästinas am 15. Januar dieses Jahres auf Israel 150 Raketen abgefeuert wurden. Ein Mensch sei ums Leben gekommen, elf seien verletzt worden. Auf der palästinensischen Seite gab es in selber Zeit 42 Tote und 117 Verletzte, darunter auch Zivilisten.

    "Die Zahl der Opfer unter den Palästinensern, nimmt zu. Die Situation wird durch eine Blockade des Gaza-Streifens durch Israel noch mehr verschlimmert. Das hat die ohnehin schon schwere Lage in der Region kritisch gemacht", fuhr Tschurkin fort.

    Die internationale Gemeinschaft müsse den Friedensprozess weiter laufen lassen, selbst wenn führende palästinensiche Repräsentanten behaupten, dass die in Annapolis begonnenen Verhandlungen stark gefährdet seien, sagte der russische UN-Botschafter.

    Zugleich machte Tschurkin darauf aufmerksam, dass die israelische Blockade in letzter Zeit etwas gelockert wurde. Israel habe genehmigt, Kraftwerke mit Brennstoff zu versorgen. "Aber diese Schritte reichen nicht aus, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden... Russland ist für eine schnellstmögliche Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens und die Verbesserung der Lage der Einwohner. Humanitäre Probleme dürfen nicht zu politischen Zwecken missbraucht werden."

    Tschurkin rief die rivalisierenden Seiten auf, die Konfrontation zu beenden, und sicherte weitere humanitäre Hilfe Russlands für die Einwohner im Westjordanland und im Gaza-Streifen zu.

    Derzeit sind knapp 860 000 Menschen in diesen Regionen auf Lebensmittellieferungen angewiesen, die wegen der israelischen Blockade nicht in vollem Umfang aufgenommen werden können.

    Die Sitzung des UN-Sicherheitsrates wurde auf Forderung der Arabischen Liga (LAS) hin einberufen.

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