01:11 18 November 2018
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    Serbien und Russland vereinbaren Pipelinebau und Gasprom-Einstieg

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    Serbiens Präsident Boris Tadic und Premier Vojislav Kostunica werden am 25. Januar nach Moskau zur Unterzeichnung eines Vertrags über Zusammenarbeit im Energiebereich kommen.

    BELGRAD, 23. Januar (RIA Novosti). Serbiens Präsident Boris Tadic und Premier Vojislav Kostunica werden am 25. Januar nach Moskau zur Unterzeichnung eines Vertrags über Zusammenarbeit im Energiebereich kommen.

    Das meldeten serbische Nachrichtenagenturen unter Hinweis auf Quellen im Präsidentenamt in Belgrad.

    Die serbische Regierung hatte am Dienstag dem Vertrag über Energiekooperation zugestimmt. Laut Kostunica wird Serbien durch die Zusammenarbeit mit Russland zur Energiemacht auf dem Balkan aufsteigen.

    Das Abkommen werden der serbische Infrastrukturminister Velimir Ilic und der russische Energieminister Viktor Christenko unterzeichnen.

    Voraussichtlich werden auch der serbische Außenminister Vuk Jeremic und der Energieminister Alexander Popovic nach Moskau kommen.

    Dem Vertrag zufolge werden die Energieunternehmen Serbijagas und Gasprom eine Abzweigung der Gaspipeline South Stream und einen unterirdischen Gasspeicher bauen. Außerdem steigt Gasprom in die serbische Erdölgesellschaft NIS (Naftna Industrija Srbije) als Investor und Teilhaber ein.

    Bislang soll das Abkommen über den Gasprom-Einstieg laut serbischen Angaben noch nicht in allen Punkten fertig sein, doch offenbar ist der russische Energieriese bereit, 51 Prozent der NIS-Aktien für 400 bis 500 Millionen Euro zu bezahlen. Außerdem wollen die Russen etwa 500 Millionen Euro in die Modernisierung des serbischen Unternehmens stehen.

    Ursprünglich plante Serbien, nur 25 Prozent der NIS-Aktien zu einem Preis von 300 Millionen US-Dollar zu verkaufen und den Käufer zu verpflichten, weitere 250 Millionen US-Dollar in die Entwicklung des Unternehmens zu investieren. Der Gesamtwert von Naftna Industrija Srbije wird auf 1,2 Milliarden US-Dollar geschätzt.

    An der Übernahme eines Anteils an NIS waren die ungarische MOL, die österreichische OMV, die polnische PKN Orlen, die griechische Nellenic Petroleum, die rumänische Rompetrol und die russische Lukoil interessiert.

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