14:04 24 September 2017
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    Serbiens Präsident: UN-Sicherheitsrat muss über Kosovo-Mission der EU entscheiden

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    Die Kosovo-Mission der Europäischen Union ist dem serbischen Präsidenten Boris Tadic zufolge nur mit Zustimmung des UN-Sicherheitsrates möglich.

    BELGRAD, 06. Februar (RIA Novosti). Die Kosovo-Mission der Europäischen Union ist dem serbischen Präsidenten Boris Tadic zufolge nur mit Zustimmung des UN-Sicherheitsrates möglich.

    Wie der Pressedienst des am vergangenen Sonntag wiedergewählten Präsidenten mitteilte, gibt es keine Rechtsnormen, die eine Präsenz der EU-Mission im Kosovo erlauben.

    Beim Treffen mit dem finnischen Außenminister Ilkka Kanerva in Belgrad erklärte Tadic ein weiteres Mal, dass Serbien die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennen wird. Belgrad sei für eine Fortsetzung der Verhandlungen mit Pristina, um nach einer gegenseitig akzeptablen Lösung zu suchen.

    Seit mehreren Jahren strebt die Regierung der autonomen Provinz Kosovo, deren Bevölkerung hauptsächlich aus Albanern besteht, in die Unabhängigkeit. Russland und Serbien lehnen konkrete Fristen für die Regelung der Kosovo-Frage ab.

    Am Montag hatten sich die EU-Staaten vorläufig auf die Entsendung einer Polizeimission ins Kosovo geeinigt.

    Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina über den Ahtisaari-Plan, der dem Kosovo den Status eines unabhängigen Staates unter internationaler Kontrolle einräumt, waren im vergangenen Jahr gescheitert. Die Konfliktseiten konnten sich in keiner Schlüsselfrage einigen.

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