15:24 22 September 2017
SNA Radio
    Politik

    Situation um Kosovo veranlasst Mazedonien, auf schnellen NATO-Beitritt zu drängen

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 110
    BELGRAD, 06. Februar (RIA Novosti). Mazedoniens Präsident Branko Crvenkovski hat am Dienstag an die NATO-Mitgliedsländer ein Schreiben mit der Bitte um den Beitritt des Landes zur Allianz gerichtet. Begründung: Das Kosovo, mit dem Mazedonien eine gemeinsame Grenze hat, will in der nächsten Zeit seine Unabhängigkeit erklären.

    Das teilte die Belgrader Nachrichtenagentur Beta mit.

    „Mazedonien, das an Serbien und Kosovo angrenzt, wird unbedingt unter den ersten Ländern sein, die die Folgen der Bestimmung des Kosovo-Status, seien es positive oder negative, bewerten werden“, zitiert Beta das Schreiben Crvenkovskis.

    Laut dem mazedonischen Präsidenten ist der NATO-Gipfel in der rumänischen Hauptstadt Bukarest im April der optimale Zeitpunkt und der optimale Ort für den Beitritt des Landes zur Allianz.

    „Der Prozess der Bestimmung des Kosovo-Status geht seinem Ende zu, und die Risiken, die in diesem Zusammenhang entstehen, dürfen keinesfalls unterschätzt werden“, sagte er.

    Die Länge der Grenze zwischen Mazedonien und Serbien (einschließlich des Kosovo) beträgt etwa 220 Kilometer.

    Die politische Führung der autonomen serbischen Region Kosovo, die die Abtrennung von Serbien anstrebt, erklärte mehrmals, dass sie die Unabhängigkeit im Februar dieses Jahres proklamieren wolle.

    Die Verhandlungen zur Aufnahme Mazedoniens in die NATO werden seit einigen Jahren geführt. Lediglich Griechenland tritt aktiv dagegen auf. Athen, das bei der NAT0 das Vetorecht hat, droht, den Beitritt Mazedoniens zu blockieren. Denn es ist mit der Benennung Republik Mazedonien nicht einverstanden, weil das historische Gebiet Mazedonien in Griechenland liegt.

    Crvenkovski brachte in seinem Schreiben die Hoffnung zum Ausdruck, dass die NATO-Mitglieder ein Veto von Griechenland verhindern werden.

    Laut Crvenkovski wird der NATO-Beitritt nicht nur Mazedoniens, sondern auch anderer Länder der Region zur Stabilität auf dem Balkan beitragen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren