04:32 25 September 2017
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    GUS-Staatschefs suchen Medwedews Nähe - „Nesawissimaja Gaseta“

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    MOSKAU, 06. Februar (RIA Novosti). Etliche Präsidenten der GUS-Länder suchen nach Begegnungsmöglichkeiten mit Wladimir Putin und Dmitri Medwedew, um eventuelle Schritte nach dem Machtwechsel im Kreml zu sondieren, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Deshalb besteht kein Zweifel, dass zum GUS-Gipfel am 22. Februar alle Spitzenpolitiker des GUS-Raums nach Moskau kommen werden.

    Die westlich orientierten GUS-Länder folgen den positiven Erwartungen des Westens, der vom neuen Präsidenten Russlands Fortschritte in puncto Demokratie erwarten. „Während der gesamten Kampagne hat Medwedew kein einziges kritisches Wort in Richtung Westen artikuliert“, stellt Alexander Rahr, Programmdirektor Russland/Eurasien der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), fest. „Dies wird im Westen als eine politische Sensation bewertet, insbesondere vor dem Hintergrund der Rhetorik Putins im zurückliegenden Monat. Die Ukraine und manche der GUAM-Staaten (Georgien, Ukraine, Aserbaidschan und Moldawien) haben die Position des Westens übernommen: Russland nicht kritisieren, auf eine Verbesserung hoffen und keine neuen Konflikte provozieren. Dies ist am Beispiel Georgiens deutlich zu sehen.“

    Die GUS-Staaten, die auf Moskau setzen, verbinden indes ihre Hoffnungen damit, dass Putin auch unter Präsident Medwedew an der Macht bleibt. In Kasachstan und Weißrussland werde befürchtet, so Rahr, dass ein schwacher Präsident die Kontrolle über das Land verlieren könnte, dass in Russland eine instabile Situation entsteht und dass Russlands Wirtschaft ins Schwanken gerät. Insofern hoffen Nursultan Nasarbajew und Alexander Lukaschenko, dass Putin weiter präsent bleibt.

    Beide Seiten machen unterdessen kein Hehl daraus, dass Russland in jeder Variante und bei jeder Machtkonstellation in erster Linie als Besitzer strategischer Energieressourcen von Interesse sein wird, so der Experte.