23:04 21 September 2017
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    Entsendung von EU-Mission ins Kosovo wird Ansehen der UN unterhöhlen - Tschischow

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    Kosovo-Status (440)
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    Die Entsendung einer zivilen Mission mit polizeilichen Funktionen durch die Europäische Union (EU) in das Kosovo würde das Ansehen der Vereinten Nationen unterhöhlen.

    BRÜSSEL, 06. Februar (RIA Novosti). Die Entsendung einer zivilen Mission mit polizeilichen Funktionen durch die Europäische Union (EU) in das Kosovo würde das Ansehen der Vereinten Nationen unterhöhlen.

    Das sagte der ständige EU-Botschafter Russlands, Wladimir Tschischow, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Brüssel. "Die Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates ist immer noch in Kraft. Zur Legalisierung der EU-Mission in der südserbischen Provinz ist eine andere Resolution des Weltsicherheitsrates erforderlich."

    Der Botschafter erinnerte daran, dass im Kosovo, das eine Abspaltung von Serbien anstrebt, bereits eine UN-Mission im Einsatz ist. Zudem seien in der Provinz die internationalen KFOR-Kräfte unter dem NATO-Kommando stationiert, die ein Mandat der UNO hätten.

    Am vergangenen Montag hatte die EU den Terminplan für die Entsendung ihrer Mission in das Kosovo gebilligt. Die Regierung der Provinz, in der größtenteils ethnische Albaner ansässig sind, verlangt seit Jahren den Status eines unabhängigen Staates. Russland und Serbien sind gegen die Festlegung konkreter Termine für die Lösung des Problems.

    Der so genannte Ahtisaari-Plan sieht die Gewährung des Status eines unabhängigen Staates unter internationaler Kontrolle an das Kosovo vor. Die Verhandlungen über die Umsetzung dieses Planes waren 2007 im Grunde genommen gescheitert. Belgrad will der Provinz weitreichende Autonomierechte gewähren, während Pristina auf der Abspaltung des Kosovos von Serbien besteht.

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