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    Zypern erkennt nie eine einseitige Unabhängigkeit des Kosovo an

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    NIKOSIA, 15. Februar (RIA Novosti). Zypern erkennt nie eine einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo an und wird an keinen Entscheidungen teilnehmen, die auf die Legalisierung einer solchen Unabhängigkeit ausgerichtet sind.

    Das erklärte Erato Kozakou-Markoullis, Außenministerin von Zypern, am Freitag, teilt ein RIA-Novosti-Korrespondent aus der zypriotischen Hauptstadt mit.

    Der Außenministerin zufolge würde eine mögliche einseitige Erklärung der Kosovo-Unabhängigkeit einen gefährlichen Präzedenzfall in der Weltpraxis schaffen.

    Sie verwies darauf, dass für ihr Land in dieser Frage die Achtung der UN-Normen und die Erhaltung der Rolle des UN-Sicherheitsrates in der Form, in der sie von der UN-Charta festgelegt ist, äußerst wichtig sind.

    "Für Zypern ist die UN-Charta und das Völkerrecht ein politischer und juristischer Schild. Wir als ein kleines Land haben keinen anderen Schutz außer dem Völkerrecht. Beliebige Schritte außerhalb der UN-Normen sind für uns inakzeptabel", sagte die Ministerin.

    1974 wurde Zypern nach einer türkischen militärischen Invasion geteilt. Im Nordteil der Insel existiert nun das von der Völkergemeinschaft nicht anerkannte Gebilde Türkische Republik von Nordzypern, die ihre Unabhängigkeit 1983 verkündet hatte. Diese Republik wurde nur von der Türkei anerkannt. Seit Jahrzehnten ist die Insel durch eine sogenannte "grüne Linie" getrennt.

    Die zypriotische Außenministerin ist dagegen, Vergleiche zwischen dem Kosovo-Fall und der Situation im Nordteil von Zypern zu ziehen. Nach ihren Worten unterscheidet sich die völkerrechtliche Situation in diesen beiden Fällen grundsätzlich.

    "Die (UN-)Resolution hat den Versuch der Abtrennung dieses Teils der Republik Zypern für juristisch unwirksam und von Anfang an ungültig erklärt. Und zum Zweiten hat der Sicherheitsrat alle UN-Mitgliedsländer aufgerufen, den Pseudostaat nicht anzuerkennen, weil er juristisch nichtig ist und keine Völkerrechtssubjektivität hat", stellte sie fest.

    Erato Kozakou-Markoullis schlussfolgerte: Im Fall Zypern hatte die UNO richtig gehandelt. Sie hatte korrekte Resolutionen auf der Grundlage der UNO-Charta und des Völkerrechts verabschiedet, die unbedingt zu erfüllen sind. Im Fall Kosovo geschieht jedoch das Gegenteil: Die Rolle des UN-Sicherheitsrates wird ignoriert, und das schafft einen schlechten Präzedenzfall.

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