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    USA werden keine militärische Aktion gegen Serbien unternehmen - Experte

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    Die USA werden sich kaum zu einer militärischen Aktion gegen Serbien als Antwort auf die Unruhen in Belgrad entschließen, bei denen das Gebäude der USA-Botschaft in Brand gesteckt worden ist.

    MOSKAU, 22. Februar (RIA Novosti). Die USA werden sich kaum zu einer militärischen Aktion gegen Serbien als Antwort auf die Unruhen in Belgrad entschließen, bei denen das Gebäude der USA-Botschaft in Brand gesteckt worden ist.

    Diese Meinung äußerte Leonid Iwaschow, Präsident der russischen Akademie für geopolitische Probleme.

    In der vergangenen Nacht uferte die gewaltige Protestaktion in Belgrad gegen die einseitige Proklamierung der Kosovo-Unabhängigkeit in Massenunruhen aus. Hunderte Menschen wurden verletzt. Das Gebäude der USA-Botschaft wurde in Brand gesteckt. Nachdem der Brand gelöscht worden war, wurde in dem Gebäude eine verkohlte Leiche entdeckt, bei der es sich um einen der Randalierer handeln soll.

    "Da wir den Zynismus und die menschenfeindliche Politik der USA gegenüber einigen Völkern kennen, so ist den USA allerhand zuzutrauen. Aber ich glaube nicht, dass sie heute einen Teil ihrer Kräfte aus dem Kosovo nach Serbien zum Schutz ihrer diplomatischen Vertretungen verlegen werden", sagte Iwaschow in einem Interview für RIA Novosti.

    "Die USA sind sich gut darüber im Klaren, dass sie, wenn sie in das Territorium Serbiens einziehen werden, jeden Tag Verluste haben werden", fügte er hinzu. Ihm zufolge wäre ein solcher Schritt für die US-Administration ein zweiter Irak.

    Wie Iwaschow sagte, wird das Weiße Haus eine zynische Politik gegenüber Serbien betreiben: Wirtschaftsembargo, Kontensperrung, Einschränkung der Bewegung durch Europa und so weiter.

    Laut dem Experten wurde die Massenprotestaktion in Belgrad nicht von einer anderen Seite geplant oder organisiert.

    "Ich beobachte nicht zum ersten Mal solche Ereignisse, da das ganze Volk ohne irgendwelche organisierende Kraft explodiert und seinen Willen und seine Stimmung ausdrückt", sagte der Experte.

    Nach seinen Worten ging das ganze Volk im März 1999 auf die Straßen, als die Nato-Krafte Bombardierungen Jugoslawiens begannen. Und zur Beisetzung des jugoslawischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic kamen Millionen Menschen aus ganz Serbien, Bosnien und Herzegowina.

    "Dieser stolze Geist wohnt dem serbischen Volk inne. Das ist seine Reaktion auf Ungerechtigkeit (Kosovo-Unabhängigkeit)", sagte Iwaschow.

    "Meines Erachtens hat weder Russland noch irgendein anderes Land hinter der Organisation dieser Massenaktionen gestanden", betonte der Experte.

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